Lösungen für die Wohnungswirtschaft

 
 

Ein Baustein der Energiewende ist die energetische Modernisierung von Immobilien. Solche Modernisierungen stellen die gesamte Wohnungswirtschaft vor eine große Herausforderung.

 

Als Energie-Weiter-Denker stehen wir von MPW Ihnen bei allen Fragen rund um die Wohnungswirtschaft zur Seite. Wir beraten sowohl Wohnungswirtschafts-
unternehmen, Wohnungsgenossenschaften als auch Wohnungseigentumsgemeinschaften.

 

Beratung

 
 

Die mietrechtlichen Vorgaben schreiben vor, dass bei allen Änderungen, welche auch den Mieter betreffen, eine Zustimmung des Mieters erforderlich ist. Hierfür ist entweder ein neuer Mietvertrag zu schließen oder die Zustimmung kann gesetzlich gefordert werden. Aus diesem Grund ist im Vorfeld darauf zu achten, dass die gesetzliche Vorschriften eingehalten werden, damit sämtliche Betriebskosten umlagefähig bleiben.

Dieser Grundsatz gilt ebenfalls für die Änderung hinsichtlich der Energielieferung. Bei Änderungen jeglicher Art muss immer die Umlagefähigkeit im Auge behalten werden und es dürfen keine zusätzlichen Kosten für den Mieter entstehen. Die Wirtschaftlichkeit und die Mieterzufriedenheit haben stets im Vordergrund zu stehen.

MPW unterstützt Sie bei der Planung und Durchführung neuer Konzepte im Rahmen der Energieversorgung. Durch jahrelange Erfahrung und praxiserprobte Maßnahmen können wir Ihnen helfen, Konzepte zu verwirklichen und für alle Seiten wirtschaftlich günstige Lösung zu realisieren. Sämtliche in diesem Zusammenhang notwendigen Verträge werden von uns entwickelt und für Ihr Unternehmen und Ihr Vorhaben angepasst.

 

Mit der Studie "Energiedienstleistungen in der Wohnungswirtschaft" haben wir in der Vergangenheit die Hemmnisse der Realisierung von Angeboten von Energiedienstleistern untersucht und können somit auf die dort erhaltenen Informationen und Erfahrungen zurückgreifen.

 

Geschäftsmodelle

 
 

Einen hohen Anteil der Gesamtmiete bilden die Energiekosten. Diese sind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Auch wird zukünftig mit Steigerungen zu rechnen sein. Deutliche Einsparungen lassen sich hingegen durch die Optimierung der Energiekostenbelastung erzielen. Mit unterschiedlichen Konzepten können diese Ziele realisiert werden.

Einige Beispiele sind:

  • Umstellung auf eine gewerbliche Wärmelieferung
  • Mieterstrom
  • Einführung einer Flatrate für die Energiekosten
  • Mieterdirektbelieferung
  • Senkung/Stabilisation der Nebenkosten

Gemeinsam mit Ihnen werden wir prüfen, ob und welche Konzepte sich bei Ihnen realisieren lassen. Zudem werden wir Sie bei Umsetzung des Vorhaben begleiten, damit sämtliche rechtlichen Vorgaben eingehalten werden. Hierbei werden wir neben der Wirtschaftlichkeit, auch die Umlagefähigkeit beachtet.

 

EDL-Geschäftsmodelle für die Wohnungswirtschaft

Wir zeigen Ihnen die Geschäftsmodelle auf, die zusammen mit Energiedienstleistern verwirklicht werden können. Gleichzeitig prüfen wir mit Ihnen gemeinsam, welche Geschäftsmodelle aufgrund Ihres konkreten Wohnungsbestandes wirtschaftlich sinnvoll sind und umgesetzt werden können. Eine mögliche Umsetzung werden wir rechtlich begleiten.

 

Ein Klick auf dem Ausschnitt öffnet die vollständige Infografik. 

 

Kosteneinsparung

 
 

Stabile Nebenkosten können für die Mieter durch eine Optimierung der Energielieferung erreicht werden.

Wir werden gemeinsam mit Ihnen erörtern, welche Konzepte und Möglichkeiten für Ihr Unternehmen geeignet wären. Ziel ist eine hohe Mieterzufriedenheit zur Wertsteigerung Ihres Wohnungsbestandes.

Bei allen Möglichkeiten werden wir darauf achten, dass neben Einsparungen die Umlagefähigkeit der Energiekosten gewahrt bleibt.

 

Workshop

 
 

Die Optimierung der Energiekostenbelastung steigert die Attraktivität und den Wert des Wohnungsbestands. Durch geringere Energiekosten können darüber hinaus optimierte Kaltmieten gegenüber den Mietern durchgesetzt werden.

Gerne informieren wir Sie und Ihre Mitarbeiter im Rahmen eines Weiter-Denker-Workshops über die unterschiedlichen Modelle und Rahmenbedingungen zur Optimierung der Energiekostenbelastung. Zur Veranschaulichung der Möglichkeiten und Konzepte könnten auch Best-Practice-Beispiele vorgestellt werden.

Als fachlicher Ansprechpartner für Veranstaltung und Rückfragen für das Themenfeld der Wohnungswirtschaft steht Ihnen Herr Rechtsanwalt Ingo Eppenstein (i.eppenstein(at)mpw-net(dot)de) gern zur Verfügung.

 

Gesetzliche Vorgaben

 
 

Im Bereich der Energieeffizienz wurden in den vergangenen Jahren zahlreiche Neuerungen und Verpflichtungen für die Wohnungswirtschaft eingeführt.

Durch die Regelungen der Energieeinsparverordnung (EnEV), Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG), Mess- und Eichgesetz (MessEG), Verordnung über Allgemeine Bedingungen für die Versorgung mit Fernwärme (AVBFernwärmeV) u.a. werden einem Wohnungseigentümer Verpflichtungen auferlegt, die zwingend einzuhalten sind.

 

Wir unterstützen Sie bei der Einhaltung dieser Voraussetzungen und zeigen - soweit möglich - Wege auf, wie Ihre Verpflichtung wirtschaftlich sinnvoll umgesetzt werden kann.

Auch steuerliche Vorgaben, wie z.B. die erweiterte Gewerbesteuerkürzung werden von uns bewertet und auf Ihre Bedürfnisse angepasst.

 

Aktuelles

 

Energiedienstleistungen in der Wohnungswirtschaft

Eine Studie der MPW Institute LLC

Bereits im Jahr 2013 erschien die erste Studie, basierend auf einer Befragung von ca. 1.300 Managern der ersten und zweiten Führungsebene in der Wohnungswirtschaft. Die Befragung wurde nun erneut durchgeführt. Im Fokus stehen die Meinungen der Befragten gegenüber Contracting als Energiedienstleistung zu folgenden Aspekten: Bekanntheits- und Verbreitungsgrad von Contracting, umgesetzte Contracting-Projekte, Hemmnisse und Treiber für Contracting und die Erwartungen der Befragten gegenüber Energiedienstleistern sowie die Einschätzung wie sich Energiedienstleistungen (aus unterschiedlichen Sichtweisen) weiter entwickeln sollten.

Die neu aufgelegte MPW-Studie gibt Antworten auf die Fragen, welche Hemmnisse seitens der Immobilieneigentümer gesehen werden und wie Energiedienstleistungs-Konzepte als Lösung für die Wohnungswirtschaft erfolgreich gestaltet werden können. Die Neuauflage ermöglicht Vergleiche bzw. Veränderungsanalysen gegenüber den Ergebnissen der Studie aus 2013.

Die Ergebnisse der Studie stehen hier zum Download zur Verfügung.

MPW-Studie: EDL in der Wohnungswirtschaft

emw Ausgabe 01.2018 - Autoren: Andreas Böhl und Anna Färger

Das MPW Institute hat zum zweiten Mal nach 2013 eine Management-Befragung in der Wohnungswirtschaft durchgeführt. Die Studie gibt Antworten auf die Fragen, wie sich Contractoren in der Wohnungswirtschaft positionieren sollten und welche Aspekte den Unternehmen wichtig sind.

Den vollständigen Artikel können Sie hier lesen.

Mieterstromgesetz – Zumindest ein Anfang!

Mieterstromgesetz am 25. Juli 2017 in Kraft getreten.

Wir hatten bereits über das Mieterstromgesetz im Laufe des Gesetzgebungsverfahrens berichtet. Das Gesetz ist nun am 25. Juli 2017 in Kraft getreten. Hierdurch werden Vorschriften aus dem EEG, KWKG, EnWG und der Marktstammdatenregisterverordnung geändert. 

Das wichtigste Element des Mieterstromgesetzes ist die Förderung von Solarstromanlagen für Mietwohngebäude.

Mit dem Mieterstromgesetz wurde ein Schritt in die richtige Richtung gemacht. Jedoch erscheint es noch unzureichend, um einen lebhaften Ausbau mit Solaranlagen zu erreichen. Die öffentliche Debatte muss deswegen fortgeführt werden.

So sollte sich der Gesetzgeber zum Beispiel folgender Themen annehmen: Abbau der Hemmnisse im Gewerbe- und Körperschaftssteuerrecht, eine Vereinheitlichung des Begriffs Mieterstrom in verschiedenen Gesetzen, Angleichung der Regelungen für PV-Anlagen und Blockheizkraftwerken.

Es wird mit dem verabschiedeten Gesetzt zudem nicht möglich sein, echte Quartierskonzepte zu unterstützen. Hierfür muss der Gesetzgeber die Förderung auf ein gesamtes Wohnquartier ausweiten und nicht Gebäude berücksichtigen, die in unmittelbarer Nachbarschaft stehen.

Wenig nachzuvollziehen ist auch, weshalb unter dem Deckmantel des Verbraucherschutzes die Vertragslaufzeit im Vergleich zu den AGB-rechtlichen Vorgaben stark verkürzt wurde. Um eine Mieterstrommodell umzusetzen, hat der Vermieter erheblich Investitionen vorzunehmen. Diese wird er wohl nicht tätigen, wenn er seine Mieter nur für ein Jahr an sich binden kann.

Der Gesetzgeber wird sich somit in naher Zukunft noch einmal mit dem Mieterstromgesetz befassen müssen, um die vorhandenen Hemmnisse zu beseitigen, ansonsten wird das Gesetz keine spürbare Wirkung entfalten können.

Mieterstromgesetz – Bundestag weist Empfehlungen des Bundesrates weitgehend zurück

Das Mieterstromgesetz wird weitgehend ohne die Empfehlungen des Bundesrates in Kraft treten.

Mit der Stellungnahme vom 02. Juni 2017 hat der Bundesrat verschiedene Empfehlungen zum Mieterstromgesetz (siehe unsere News vom 19. Juni 2017) abgegeben.

So sollten u.a. Privilegien der Wohnungswirtschaft bei der Gewerbe- und Körperschaftssteuer aufgenommen werden und die Dauer von Stromlieferverträge auf zwei Jahre begrenzt werden, wenn ein Mieterstromzuschlag gewährt wird. Der Bundestag hat diese Empfehlungen hingegen zurückgewiesen und das Mieterstromgesetz am 29. Juni 2017 in zweiter und dritter Lesung ohne Berücksichtigung dieser Empfehlungen verabschiedet. Damit müssen Wohnungsunternehmen weiterhin mit Energiedienstleistungsunternehmen zusammenarbeiten, um Mieterstrommodelle umsetzen zu können.

Einzig die Empfehlung, nicht nur solchen Anlagen einen Mieterstromzuschlag zu gewähren, die sich auf, an oder in einem Gebäude befinden und der erzeugte Strom im jeweiligen Gebäude verbraucht wird, wurde vom Bundestag angenommen. Somit wird ermöglicht, dass auch Wohngebäude in unmittelbarer räumlicher Nähe zur Anlage von dem Mieterstromgesetz profitieren können. Leider konnte man sich nicht dazu durchringen, den Fokus auf Quartiere zu legen, indem die Privilegierung neben den Gebäuden in unmittelbarer Nachbarschaft auf gesamte Wohnquartieren ausgeweitet wird.

Schon im Vorfeld zeichnete sich zudem ab, dass Mieterstrommodelle mit KWK keine Berücksichtigung finden werden, obgleich KWK-Anlagen die Stromerzeugung in PV-Anlagen gut ergänzen können. Obwohl das Gesetz noch Verbesserungspotenzial hat, ist zu begrüßen, dass überhaupt Verbesserungen für Mieter, die bisher nicht direkt von der Energiewende profitieren konnten, ergriffen wurden.

Nun muss noch der Bundesrat über das Gesetz entscheiden, allerdings ist das Gesetz nicht zustimmungspflichtig. Im Herbst soll das Gesetz dann in Kraft treten.

Entsprechende Gestaltungen für Lösungen mit und für die Wohnungswirtschaft erhalten Sie bei uns - sprechen Sie uns an!

Mieterstromgesetz - Treiber für Energiedienstleister, oder nicht?

Die Geschichte des Mieterstromgesetzes ist wechselhaft! Vom ursprünglichen Entwurf war in dem vom Bundeskabinett am 27. April 2016 beschlossenen Gesetzesentwurf nicht mehr viel übrig – bis auf die direkte Förderung von Strom aus Solaranlagen in Form eines sog. Mieterstromzuschlages, der sich an den Einspeisevergütungen orientiert.

Im ursprünglichen Referentenentwurf war u.a. noch vorgesehen, für die Wohnungswirtschaft Regelungen zur Gewerbe- und Körperschaftssteuer aufzunehmen. Doch bereits im Bundeskabinett war dieses Privileg nicht mehr enthalten, so dass die Wohnungswirtschaft bei der Umsetzung von Mieterstromprojekten weiterhin Gefahr läuft, die sog. "erweiterte Kürzung" nicht mehr in Anspruch nehmen zu können!

Im Anschluss an die 1. Lesung im Bundestag am 17.05.2017 liegt die Stellungnahme des Bundesrats vom 02. Juni 2017 vor. Zusammengefasst wird empfohlen, das geplante Mieterstromgesetz in Teilbereichen weiter zu öffnen. Der Bundesrat schlägt deshalb vor, die Privilegien der Wohnungswirtschaft bei der Gewerbe- und Körperschaftssteuer wieder aufzunehmen. Auch soll der Mieterstromzuschlag nach Ansicht des Bundesrates nicht nur für Anlagen gewährt werden, die sich auf, an oder in dem Gebäude befinden und der erzeugte Strom auch in dem jeweiligen Gebäude verbraucht wird. Hierdurch würde ermöglicht, dass Quartiere, denkmalgeschützte Gebäude oder auch hinsichtlich der Sonneneinstrahlung ungünstig liegende Gebäude von der Förderung profitieren könnten.

Zu guter Letzt sollte die Begrenzung der Dauer von Stromlieferungsverträgen von einem auf zwei Jahre angehoben werden, wenn ein Mieterstromzuschlag begehrt wird, da die Laufzeit von einem Jahr weder nachvollziehbar noch in irgendeiner Weise begründet sei.

Soweit von einigen Verbänden darüber hinaus gefordert wurde, die Förderung nicht nur auf PV-Strom zu beschränken, sondern auch Strom aus KWK-Anlage in die Förderung mit einzubeziehen, wird diesem Vorstoß keine Aussicht eingeräumt. Sollten die vom Bundesrat vorgeschlagenen Änderungen nicht umgesetzt werden, würde das Geschäftsmodell "Mieterstrom" auf der Grundlage des Mieterstromgesetzes nur durch Dienstleister umgesetzt werden können.

Die aktuellen Entwicklungen im Gesetzgebungsverfahren deuten darauf hin, dass die oben genannten Vorschläge des Bundesrates mit Blick auf die voraussichtliche Finalfassung des Gesetzestextes weitgehend unberücksichtigt bleiben werden. Hierzu erhalten Sie weitere Informationen in unserer News vom 07. Juli 2017

Lösungen mit und für die Wohnungswirtschaft erfordern dann entsprechende Gestaltungen - sprechen Sie uns an!