Aktuelle Meldungen

 

Hier finden Sie aktuelle News von MPW.

 

Rekommunalisierung

"Die Renaissance der Stadtwerke". Diese und ähnliche Schlagzeilen bestimmen in den letzten Monaten die Medien. Tatsächlich prüfen immer noch viele Gemeinden die Übernahme der Strom- und Gasnetze.

Grund hierfür ist, dass allein 2011 im Strom- und Gasbereich ca. 2000 Konzessionen für das Betreiben eines Versorgungsnetzes im gesamten Bundesgebiet als Folge ihrer auf 20 Jahre begrenzten Laufzeit nach dem § 46 Absatz 1 des Gesetzes über die Elektrizitäts- und Gasversorgung (EnWG) auslaufen. Zudem sind viele Kommunen mit dem privaten Netzbetreiber bzw. Versorger unzufrieden oder möchten gerne inhaltlichen Einfluss auf die Energieversorgung nehmen, um wirtschafts- und umweltpolitische Ziele zu verwirklichen. Doch bestehen in kaum einem anderen Bereich der Energiewirtschaft gegenwärtig mehr rechtliche Unsicherheiten, als in der Übernahme von Konzessionsnetzen.

Rekommunalisierung bezeichnet die Rückführung von Aufgaben und Vermögen, die vormals durch Privatisierung ausgegliedert wurden, in die öffentliche Hand. In der Energieversorgung kann dies nur einen Teil oder die gesamte Wertschöpfungskette betreffen. Hierbei gibt es eine Menge zu beachten. Neben rechtlichen Stolpersteinen gilt es vor dem Erwerb einer Konzession eine exakte Wirtschaftlichkeitsberechnung vorzunehmen. Schließlich wurde das Netz in der Vergangenheit nicht ohne Grund aus der öffentlichen Hand gegeben. Hinzu kommen die Belastung des Konzessionärs mit der Amortisation des Netzkaufs und die gesetzliche Verschärfung der Regulierungsvorschriften. Diese führen dazu, dass der Netzbetrieb immer riskanter und der finanzielle Spielraum immer enger wird. Daher wird ein Unternehmen zukünftig nur noch dann ihre Renditeerwartungen erreichen, wenn es die bestehenden Risiken einkalkuliert.

MPW zählt zu den wichtigsten Beratern in der Energiebranche

Die Energiewirtschaft zählt zu den bedeutsamsten Themen in unserer Zeit. Die Zeitschrift Energie&Management hat eine Zusammenfassung der "wichtigsten Berater der Energiebranche" vorgestellt. Der Bedarf an prädestinierten Beratern in der Energiewirtschaft steigt immer weiter an.

MPW Legal & Tax zählt ebenfalls zu den "wichtigsten Beratern der Energiebranche".

MPW ist auch 2010 klimaneutral!

Auch 2010 ist MPW von der "Stiftung myclimate - The Climate Protection Partnership" als "Klimaneutrales Unternehmen" ausgezeichnet worden. Dabei bezieht sich diese Auszeichnung auf beide Geschäftsbereiche, also sowohl auf MPW Legal & Tax als auch auf die MPW Consulting GmbH.

MPW hat trotz erweitertem Geschäftsvolumen in 2010 den CO2-Ausstoß um mehr als 20% reduzieren können und ist damit dem klimapolitischen Ziel "50% weniger in fünf Jahren" ein großes Stück näher gekommen. Durch die Kompensation des nicht vermiedenen CO2-Ausstoßes wurden Klimaprojekte der Stiftung myclimate in aller Welt unterstützt. MPW wird die Strategie der CO2-Minderung auch in 2011 fortsetzen und allen Mandanten und Kunden klimaneutrale Beratungsleistungen anbieten.

Interessiert Sie unsere Nachhaltigkeitsstrategie? Möchten Sie Anregungen für Ihre eigene Nachhaltigkeitsstrategie? Sprechen Sie mit uns über dieses wichtige Thema!

MPW ist klimaneutral!

Die Stiftung Myclimate verlieh MPW jetzt die Auszeichnung "Klimaneutrales Unternehmen". Diese Auszeichnungen erhalten nur Unternehmen, die ihre unvermeidlichen CO2-Emissionen durch Investitionen in Klimaschutzprojekte kompensieren.

Interessiert Sie unsere Nachhaltigkeitsstrategie? Möchten Sie Anregungen für Ihre eigene Nachhaltigkeitsstrategie? Sprechen Sie mit uns über dieses wichtige Thema!

EDL-Gesetz tritt in Kraft

EDL-Gesetz in Kraft - Was bedeutet das? Sind Sie konform aufgestellt?

Am 12.11.2010 ist das EDL-Gesetz in Kraft getreten. Damit hat Deutschland die EU-Energiedienstleistungsrichtlinie vollständig umgesetzt. Als regionaler Energieversorger ist Ihr Unternehmen direkt von den Regelungen des EDL-Gesetzes betroffen:
- Sind Sie fit für den kommenden EDL-Markt?
- Ist Ihr Unternehmen EDL-Gesetz-konform aufgestellt? 
- Welche Handlungsoptionen bieten sich Ihnen? 
- Was bedeutet das alles für die Unternehmensstrategie?

Reagieren Sie noch heute - und sichern sich Ihren EDL-Check.

Für weitere Auskünfte stehen Ihnen unsere Experten gerne zur Verfügung. MPW ist seit 15 Jahren beratend im Energiemarkt tätig. Unsere Partner haben in Anhörungen und über Verbände von Anfang an im Gesetzgebungsprozess mitgewirkt.

Profitieren Sie von unserer Expertise! 

Bundesrat stimmt am 26.11.2010 dem Haushaltsbegleitgesetz 2011 zu

Energie- und Stromsteuerbelastung für Energiedienstleistungen steigt dramatisch

Am 26. November 2010 hat das Haushaltsbegleitgesetz 2011 (HBeglG 2011) mit den Änderungen des Energie- und Stromsteuerrechts für die Contracting- und Fernwärmewirtschaft den Bundesrat passiert. Contracting- und fernwärmerelevante Änderungen zu den bekannten Beschlüssen des Bundestages sind nicht erkennbar - der Steuervorteil ist für alle Energiedienstleister nur noch auf die Fälle der Nutzung von Energiedienstleistungen durch ein Unternehmen des Produzierenden Gewerbes (UdPG) beschränkt.

Dem Anspruch, nunmehr Klarheit geschaffen zu haben, wird das Gesetz nicht gerecht. So spricht das HBeglG 2011 beispielsweise von einer "nachweislichen" Nutzung durch ein UdPG. Unklar ist: Wie sollen diese Nachweise zukünftig erbracht werden und durch wen? Aufgrund des Wegfalls der Möglichkeit zum steuerermäßigten Bezug von Strom und des entsprechenden Erlaubnisscheins ab 2011 sind neue Nachweise von Kunden zu fordern bzw. von der Finanzverwaltung auszustellen. Weiterhin soll von den Einschränkungen ausweislich des Wortlauts die "Erzeugung" der Energiedienstleistung (Wärme, Kälte usw.) betroffen sein. Unklar ist hier, wie die nun notwendige Abgrenzung des Erzeugungsprozesses zu anderen Prozessen des Unternehmens vorzunehmen ist.

Das Bundesfinanzministerium hat diese Ungenauigkeiten wohl erkannt und daher bereits angekündigt, Anfang 2011 mit entsprechenden Erlassen Rechtssicherheit und Klarheit in Bezug auf die Begriffe "Erzeugung" und "nachweisliche Nutzung" durch ein UdPG zu schaffen. Es bleibt abzuwarten, ob das Bundesfinanzministerium die offenen Fragenpraxisgerecht beantwortet.

Wie sich die Änderungen für ein jedes Unternehmen konkret auswirken und welche Lösungen sich aus dem Gesetz oder aber aus den Verträgen ergeben, ist unabhängig von dem zu erwartenden Schreiben individuell zu bewerten. Es sind Lösungen zu entwickeln, wie man erfolgreich den Änderungen begegnen kann. Contractoren und Fernwärmeanbieter werden auch in Zukunft noch erfolgreich Energiedienstleistungen anbieten, sind aber nun aufgefordert, ohne den Steuervorteil in dem bisherigen Umfang neue Produkte und Leistungen für ihre Kunden zu entwickeln.

Für praxisgerechte Lösungen steht MPW wie gewohnt zur Verfügung. MPW ist der Verbund aus MPW Consulting GmbH und MPW Legal & Tax - Rechtsanwälte, Steuerberater, Wirtschaftsprüfer. Seit 1996 berät MPW Energiedienstleister in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Italien bei der Entwicklung von Produkten sowie dem Auf- und Ausbau des Geschäftsfelds Energiedienstleistungen. Die Expertise im Energie- und Stromsteuerrecht ist dabei nur ein Baustein der umfassenden Kompetenz der MPW in betriebswirtschaftlichen, rechtlichen, vertrieblichen und technischen Belangen.

Wegfall der Steuervorteile für Contracting und Fernwärme droht

Nachdem der Bundesrechnungshof (BRH) im Dezember 2009 den Energie- und Stromsteuervorteil für "Nutzenergie-Contracting"-Angebote kritisiert und den Schaden mit ca. 500 Mio. EUR beziffert hatte, war mit Initiativen zur Änderung der gesetzlichen Grundlagen zu rechnen.

Mitte Januar haben wir vertraulich erfahren, dass das BMF den bereits Anfang 2006 gescheiterten Gesetzentwurf zum Energiesteuergesetz erneut in die Abstimmung zwischen den Ministerien eingebracht hat. Dieser Entwurf würde dazu führen, dass alle Contracting-Vorhaben außerhalb des Produzierenden Gewerbes ihre energie- und stromsteuerliche Privilegierung verlieren und damit für den Contractor unwirtschaftlich werden und/oder den Kunden (auch den Fernwärmekunden) mit höheren Kosten belasten.

Wir haben in der Zwischenzeit intensive Gespräche mit den involvierten Ministerien und unseren Verbänden (VfW, ESCO Forum im ZVEI, AGFW) geführt und dabei die energie- und klimapolitische Bedeutung einer solchen Entwicklung deutlich machen können. Bei den Gesprächen wurden auch Möglichkeiten ausgelotet, eine sachgerechtere, auf die tatsächlichen Missbräuche ausgerichtete Gesetzesänderung zu erreichen. Ein entsprechender Vorschlag zur Formulierung des Gesetzes befindet sich in der Abstimmung zwischen den Verbänden und soll in der kommenden Woche den Ministerien vorgelegt werden.

Wir sind zuversichtlich, dass eine Entwicklung wie im Bereich des Erneuerbare-Energien-Gesetzes, die die professionelle, dezentrale Versorgung durch Contracting benachteiligt, hier verhindert werden kann, da energie- und klimapolitische Aspekte in der Diskussion nunmehr deutlich wahrgenommen werden.