Lösungen für die Industrie

 
 

Energiewende, Energiekosten, (Energy) Legal Compliance, Off-Balance Fragen im Zusammenhang mit nationaler und internationaler Rechnungslegung – eine bunte Themenvielfalt, die von (energieintensiven) Industrieunternehmen bewältigt werden muss. MPW bietet individuelle Lösungen für die Optimierung der Energiekosten für energiekostenintensive Unternehmen, entwickelt mit Ihnen Strategien, die den Off-Balance-Anforderungen im Rahmen nationaler und internationaler Rechnungslegungsvorschriften bezogen auf Ihre Energieerzeugungsanlagen entsprechen und unterstützt Ihre Maßnahmen im Bereich des (Energy) Legal Compliance.

 

MPW bietet vom energierechtlichen Compliance Check über die Erstellung des individualisierten Rechtskatasters und Fristenweckers bis hin zur Unterstützung bei Anträgen und Meldungen die gesamte Bandbreite der Leistungen aus einer Hand.

Energiekosten bilden gerade in energieintensiven Unternehmen eine wesentliche Kostenposition. Diese zu optimieren steht in der betriebswirtschaftlichen Verantwortung jedes Unternehmens. Der Gesetzgeber bietet hierzu für privilegierte Unternehmen verschieden Möglichkeiten an. MPW unterstützt Ihr Unternehmen, die Potentiale im Bereich der Besonderen Ausgleichsregelung des EEG, der Entlastungen im Bereich der Strom- und Energiesteuer sowie der Reduzierung von Umlagen im Bereich der Stromkosten zu nutzen.

 

Besondere Ausgleichsregelung im EEG

 
 

EEG-Umlage und Wettbewerbsfähigkeit

Seit ihrer Einführung ist die EEG- Umlage stetig gestiegen. Im Jahr 2014 übersteigt diese 20% der Gesamtbelastung beim Stromeinkauf eines Unternehmens. Bei diesen stetig wachsenden Belastungen droht eine Schlechterstellung und damit Benachteiligung der Unternehmen in einem immer globaler werdenden Markt.

Mit der besonderen Ausgleichsregelung für stromkostenintensive Unternehmen und Schienenbahnen nach §§ 63 ff. EEG kann jedoch eine deutliche Verringerung der EEG-Umlage erreicht werden.

Neue Regeln...

Mit Inkrafttreten des EEG 2014 gelten neue Voraussetzungen für die Besondere Ausgleichsregelung. Stromkosten- und handelsintensive Unternehmen können bereits ab einem Stromverbrauch von 1.000.000 kWh je Abnahmestelle und Jahr von der Begrenzung der EEG-Umlage profitieren. Damit ist es für eine Vielzahl von Unternehmen interessant, das Vorliegen der Antragsvoraussetzungen zu überprüfen. 

Trotz der Anhebung des geforderten Verhältnisses von Stromkosten zur Bruttowertschöpfung auf 17% bzw. 20% eröffnet sich auch und gerade für mittelständische Unternehmen die Chance, durch die Inanspruchnahme der Besonderen Ausgleichsregelung die Energiekosten zu senken und dadurch die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. 

 

Herausforderungen bewältigen!

Wenn die Voraussetzungen für einen Antrag vorliegen, ist der Antrag bis zum 30.06. des Folgejahres beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zu stellen. Aber auch in den Fällen, in denen die Antragsberechtigung nicht bestand, kann sich eine genaue Prüfung lohnen. Gerade bei Unternehmen mit hohen Energieverbräuchen bieten sich eine Vielzahl von Möglichkeiten, mit denen zukünftig die EEG-Umlage durch die Besondere Ausgleichsregelung reduziert werden kann.

 

... Und was können wir für Sie tun?

MPW hat Lösungen als interdisziplinäres Team von Rechtsanwälten, Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern. Daher bietet MPW das gesamte Leistungsspektrum von der Prüfung der Antragsvoraussetzungen, der Entwicklung und Umsetzung zielführender Modelle bis zur erfolgreichen Antragstellung beim BAFA.

 

Ihr Vorteil:

Alle Leistungen erhalten Sie aus einer Hand!

 

Lesen Sie hier mehr über die Antragsvoraussetzungen und Antragstellung beim BAFA.

 

EEG-Rechner

 
Prognose EEG Rechner

Im Rahmen der Besonderen Ausgleichsregelung des EEG können privilegierte Unternehmen die EEG-Umlage auf die verbrauchten Strommengen um bis zu 85% reduzieren. Erhalten Sie mit Hilfe unseres EEG-Rechners einen ersten Überblick, welches Potential sich für Ihr Unternehmen ergeben kann.

EEG-Rechner (PDF-Dokument)

 

Energie- und Stromsteuer

 
 

Energiesteuer/Stromsteuer - Entlastungsmöglichkeiten ermitteln, optimieren und durchsetzen

Durch das "Gesetz zum Einstieg in die ökologische Steuerreform" ist zum 01.04.1999 die "Ökosteuer" entstanden. Es handelt sich bei diesem Begriff eigentlich um zwei Steuern, nämlich eine neu eingeführte Stromsteuer und eine Erhöhung der schon existierenden Mineralölsteuer (die heutige Energiesteuer). Grund für die Einführung war, dass mit den erwarteten Einnahmen der Beitragssatz zur gesetzlichen Rentenversicherung gesenkt werden sollte. Arbeit sollte billiger, Energie entsprechend teurer werden. Die "Ökosteuer" ist in Stufen eingeführt worden.

Der Einsatz von Energieerzeugnissen und elektrischem Strom in bestimmten industriellen Prozessen sowie in bestimmten Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen wird besonders unterstützt und kann zu 100% von der Strom- und Energiesteuer entlastet werden.

Für Unternehmen des Produzierenden Gewerbes ist ein reduzierter Energie- und Stromsteuersatz in zwei Entlastungsstufen möglich: Die Ermäßigung des allgemeinen Steuersatzes auf 75% der vollen Steuer sowie der sogenannte Spitzenausgleich. Sie bieten Unternehmen, die besonders vom Energiepreis abhängig sind, Entlastungsmöglichkeiten von rund 96% der durch die "Ökosteuer" entstandenen Belastung.

Verschenkte "Subventionen"?!

Nach unserer Erfahrung beantragen nur ca. 70 % der berechtigten Unternehmen die Erstattungen für Unternehmen des Produzierenden Gewerbes. Von diesen 70 % sind es nach unserer Schätzung nur 20 %, die das gesamte Entlastungsvolumen ausschöpfen. Und auch diese Unternehmen haben teilweise keine Strukturen geschaffen, die das Erstattungsvolumen optimieren.

 

Die Gründe für diese Situation sind vielfältig:

  • Die Erstattungsverfahren sind komplex gestaltet; Fristversäumnisse sind kaum zu heilen.
  • Vielfach sind die steuerlichen Berater mit Verbrauchsteuern wie Energiesteuer und Stromsteuer nicht vertraut und können so den Unternehmen nicht die notwendige Hilfe bieten.
  • Die Tatsache, dass oft keine Erfahrung mit steuerlichen Erstattungsverfahren bestehen, führt zu der Annahme, die Nutzung der steuerlichen Gestaltungsmöglichkeiten wäre grundsätzlich missbräuchlich. Die Erstattungen werden kaum in der Öffentlichkeit diskutiert.  

... Und was können wir für Sie tun? 

MPW hat Lösungen als interdisziplinäres Team von Rechtsanwälten, Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern. MPW bietet die Unterstützung im Antragsverfahren, die Entwicklung und Umsetzung von Strukturen zur Optimierung und die Beratung bei rechtlichen Fragen.

Ihr Vorteil: Alle Leistungen erhalten Sie aus einer Hand!

 

Erstattungsrechner

 
 

Die Entlastungsverfahren sind komplex und führen je nach Einsatz der Energieerzeugnisse/des elektrischen Stroms zu unterschiedlichen Entlastungsvolumen. Erhalten Sie mit unserem Energiesteuerrechner einen Überblick über die verschiedenen Entlastungsmöglichkeiten.

Erstattungsrechner herunterladen (PDF)

 

Ein Klick auf dem Ausschnitt öffnet die vollständige Infografik.

 

Off-Balance

 
 

Entwicklung von Off-Balance-Strategien

Die Verbesserung der Eigenkapitalquote ist eines der vordringlichen Ziele deutscher und internationaler Unternehmen. Dazu entwickeln Bilanzierungsfachleute sogenannte Off-Balance-Strategien, um Vermögens- und Schuldposten möglichst aus der Bilanz zu verbannen.

Was bringen solche Strategien?

Stellen Sie sich vor, einer Ihrer Industriekunden hat gerade in eine neue Energieerzeugungsanlage für 500 GE investiert. Er hat die Mittel zur Beschaffung dieser Anlage ganz normal von seiner Hausbank zu einem vernünftigen Zinssatz aufgenommen.

Aus der Bilanz ergibt sich eine Eigenkapitalquote (Quotient aus Eigenkapital und Bilanzsumme) von 31,25 %. Für ein deutsches Unternehmen eine ordentliche Zahl. Was wäre aber, wenn Ihr Industriekunde stattdessen eine Contracting-Lösung wählt, die so gestaltet ist, dass weder die Energieerzeugungsanlage mit 500 GE noch die Bankverbindlichkeiten mit 500 GE in die Bilanz einfließen?

Die Eigenkapitalquote beträgt in diesem Fall 37,04 % - eine Verbesserung um mehr als 5 %-Punkte, und das sind Welten! Natürlich ist nicht in jedem Projekt ein solches Potenzial enthalten. Aber auch kleine Verbesserungen sind ein wesentlicher Anreiz, über Contracting nachzudenken.

 

Welche Probleme ergeben sich bei der Entwicklung von Off-Balance-Strategien?

Vielfach wird die bilanzielle Behandlung von Contracting-Verträgen ohne vorherige Prüfung nach den Regeln für Leasing-Geschäfte vorgenommen. Dabei enthalten alle relevanten Bilanzierungssysteme vorgeschaltete Prüfroutinen, die zunächst die Frage beantworten, ob Leasing-Regeln überhaupt anwendbar sind.

Erst wenn man bei der Gestaltung der vertraglichen Grundlagen diese besonderen Regeln einbezieht, gelingt es, eine optimale vertragliche Gestaltung unter dem Aspekt "Off-Balance" zu finden.

Wir untersuchen laufend die bilanzrechtlichen Rahmenbedingungen, um in der Beratung von Contracting-Unternehmen und potenziellen Contracting-Nehmern optimale Strategien zur Umsetzung der bilanzpolitischen Ziele entwickeln zu können.

 

Umlagenreduzierung

 
 

Unternehmen der sogenannten Letztverbrauchergruppe C (Unternehmen der Abschnitte B und C der Klassifikation der Wirtschaftszweige (WZ 2008)) können zusätzlich zur gesetzlich verankerten Reduzierung von Offshore-, KWK- und StromNEV-Umlage auf jeweils 0,05 ct/kWh eine weitere Halbierung der Umlagen erreichen. Voraussetzung ist der Nachweis einer Stromkosten – Umsatz – Relation von mind. 4%.

MPW unterstützt Ihr Unternehmen bei der Optimierung der Umlagenbelastung durch die Erstellung der notwendigen Wirtschaftsprüfer-Testate.

 

Prognosemeldungen EEG/KWKG

 
 

BESAR Unternehmen sind gemäß §60 a EEG 2017 verpflichtet, die EEG-Umlage direkt an den Übertragungsnetzbetreiber (ÜBN) zu zahlen. Hierzu bedarf es der Anmeldung in einem Internetportal des jeweiligen Übertragungsnetzbetreibers. Durch die Novellierung des KWKG zum 01.01.2017 wird die Priviligierung des EEG in das KWKG übernommen. BESAR Unternehmen erhalten daher auch für die KWKG-Umlage eine Priviligierung für das Jahr 2017. Hierfür sind die Unternehmen gemäß §27 KWKG 2017 verpflichtet, die KWKG-Umlage direkt an den Übertragungsnetzbetreiber zu zahlen.

 

Dafür bedarf es der Anmeldung in einem Internetportal des jeweiligen Übertragungsnetzbetreibers, welche i. d. R. bereits aufgrund des Regelungen des EEG erfolgt ist. Wir übernehmen für Sie neben den organisatorischen Aufgaben auch die Datenmeldung der Strommengen als Verbrauchsprognose sowie Prüfung der Abschlagsrechnungen des ÜNB. Darüber hinaus stellen wir für Sie die Endabrechnung für 2017 (nicht umfasst hiervon ist eine ggf. notwendige Wirtschaftsprüferbescheinigung).

Gerne senden wir Ihnen ein unverbindliches Angebot zu!

 

Legal Compliance – Rechtskataster

 
 

Die Einführung von Energiemanagementsystemen ist sowohl im Bereich der Besonderen Ausgleichsregelung des EEG 2014 als auch im Rahmen des sogenannte Spitzenausgleichs in der Energie- und Stromsteuer zwingende Voraussetzung für die Erlangung der jeweiligen Vorteile. Die Erstellung und Pflege eines Rechtskatasters ist im Rahmen der Einführung eines Energiemanagementsystems nach DIN EN ISO 50001 von äußerster Wichtigkeit.

 

Durch ein individualisiertes Rechtskataster ergeben sich für Ihr Unternehmen Potentiale im Hinblick auf mögliche Kostenoptimierungen und die Erfüllung der Compliance-Anforderungen. 

MPW bietet von der Erstellung des individualisierten Rechtskatasters über ein Aktualisierungspaket mit jährlichem Workshop bis hin zum Compliance-Audit die gesamte Bandbreite der Leistungen aus einer Hand.

 

Seminar

 
 

Die besondere Ausgleichsregelung des EEG hat nicht erst durch die gesetzlichen Neuerungen vom Sommer 2014 eine gewisse Brisanz für die Unternehmen erfahren. Das Intensivseminar schult in nur einem halben Tag umfassend über das gesamte Thema Besondere Ausgleichsregelung des EEG 2014

Unser Seminarprogramm "Optimierung der EEG-Umlage".

 

 

 

Aktuelles

 

BAFA setzt EuGH-Urteil zum EEG 2012 um

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) hat begonnen, die EuGH-Entscheidung vom 28.03.2019 zum EEG 2012 umzusetzen.

Die im November 2014 erlassenen Teilrücknahmebescheide zur EEG-Umlage 2013 und 2014 sowie die Teilwiderrufsentscheide aus dem Dezember 2015 werden mit den aktuellen Rückabwicklungsbescheiden mit Wirkung für die Vergangenheit wieder zurückgenommen. Die ursprüngliche Nachforderung von EEG-Umlage für die Jahre 2013 und 2014 werden somit wieder zurückgezogen und gleichzeitig den eventuell eingereichten Widersprüchen abgeholfen.

Die betroffenen Unternehmen erhalten die Rückabwicklungsbescheide über das Onlineportal ELAN-K2. Die Rückzahlung der EEG-Umlage 2013 und 2014 erfolgt nun über die jeweils zuständigen Übertragungsnetzbetreiber. Hierzu bedarf es einer entsprechend Rechnungsstellung der betroffenen Unternehmen an ihren jeweiligen Übertragungsnetzbetreiber.

Für Fragen rund um die Besondere Ausgleichsregelung im EEG stehen wir Ihnen gern zur Verfügung. Sprechen Sie uns gern an.

500.000 kWh - kein Energieaudit nach EDL-G bei geringerem Verbrauch

Eine Ausnahme für Unternehmen mit einem Gesamtenergie-Verbrauch von unter 500.000 kWh im Jahr bei der Pflicht zur Durchführung eines Energieaudits hat der Bundestag in der Nacht vom 27.06.2019 auf den 28.06.2019 mit der Novelle des EDL-G beschlossen. Diese Regelung soll zu einer Entlastung von ca. 2.800 Unternehmen in Deutschland führen.

Darüber hinaus soll mit dem neuen EDL-G die Qualität der Energieaudits angehoben werden, da neue Anforderungen an die Aus- und Fortbildung von Auditoren enthalten sind sowie die Auditberichte enthalten sind. Hierzu hatte das BAFA bereits Anfang diesen Jahres ein neues Merkblatt herausgegeben.

Ebenfalls neu ist die Verpflichtung der Unternehmen, das BAFA über die Durchführung eines Energieaudits innerhalb einer Frist von 2 Monaten nach Beendigung des Audits zu informieren. Hierbei sind dem BAFA nicht nur die Durchführung anzuzeigen, sondern auch weitere Informationen unter anderem zu Energieverbrauch und -kosten des Unternehmens oder den vorgeschlagenen Maßnahmen inklusive damit verbundener Investitionen zu übermitteln.

Es bleibt abzuwarten, wann der Gesetzgeber die übrigen Gesetzgebungsvorhaben im Energiebereich wie das Gebäudeenergie-Gesetz oder das Klimaschutzgesetz zum Abschluss bringen wird....

Zu den Anforderungen des neuen EDL-G und den Auswirkungen für Ihr Unternehmen stehen wir Ihnen selbstverständlich gern zur Verfügung!

BAFA veröffentlicht Hinweisblatt zu Strommengenabgrenzung

Das BAFA hat mit dem lang erwarteten Hinweisblatt zur Abgrenzung von Strommengen im Rahmen der Eigenversorgung und der besonderen Ausgleichsregelung die Bagatellgrenze bei 3.500 kWh/a definiert und im Übrigen versucht, den Unklarheiten des EnSaG mit entsprechenden Hinweisen regelmäßigen Bagatellsachverhalten und der Zulässigkeit von Schätzungen zu begegnen.

Am späten Nachmittag des 14.05.2019 hat das BAFA das lange überfällige "Hinweisblatt zur Strommengenabgrenzung für das Antragsjahr 2019" veröffentlicht. Hierdurch soll insbesondere den Unklarheiten begegnet werden, die das EnSaG mit seinen Regelungen zur Messung und Schätzung in den §§ 62a f. EEG hinterlassen hat. Nach einer ersten Durchsicht lässt sich der wesentliche Inhalt wie folgt zusammenfassen:

  • Festlegung der Bagatellgrenze bei 3.500 kWh/a (Ausnahmen möglich)
  • Beurteilung der Betreibereigenschaft erfordert kumulatives Vorliegen der Kriterien "Sachherrschaft", "Einflussnahme" und "wirtschaftliches Risiko"
  • Kleinstverbräuche eines Dritten müssen nicht zusammengefasst werden, auch wenn die Summe die Bagatellgrenze überschreitet
  • Klarstellung, dass i.d.R. keine Weiterleitung bei Dienstleistungsverträgen anzunehmen ist
  • grundsätzliche Einstufung als Bagatellverbrauch (unabhängig vom Grenzwert):
    - private Stromverbräuche von Mitarbeiter (bspw. Teekochen, Handyladen)
    - Bürogeräte (Arbeitsplatzcomputer und ähnliche)
    - Feuermelder, Überwachungskameras
    - Stromverbräuche von (gelegentlichen) Handwerkern, Reinigungsdienstleistern, Gästen


Ausdrücklich nicht als Bagatellverbrauch gilt der Verbrauch von Geräten mit typischerweise hohem Stromverbrauch (bspw. Bautrockner, Getränkeautomaten).

Weiterhin führt das BAFA in dem Hinweisblatt aus, dass Referenzmessungen und ungeeichte Messungen als Basis für Schätzung akzeptiert werden. Insbesondere bei Vorliegen einer Befreiungen nach § 35 MessEG wird der vorzeitige Austausch der Zähler als unzumutbar angesehen.

Für Rückfragen zu den konkreten Anforderungen an die Abgrenzung eigener Stromverbräuche und der Weiterleitung an Dritte stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.

EnSTransV-Erleichterung gilt zum Teil schon für 2018!

Generalzolldirektion verzichtet bereits für 2018 im Vorgriff auf anstehende Änderungen der EnSTransV auf Meldungen und Anzeigen, soweit die einzelne Begünstigung 200 TEUR nicht übersteigt!

Zum 01.07.2019 wird es eine Änderung des StromStG geben. Das hat der Bundestag am 11. April beschlossen und soll vom Bundesrat im Mai bestätigt werden.

Gleichzeitig soll eine Erleichterung in der EnSTransV zu diesem Zeitpunkt in Kraft treten, wonach eine Anzeige- oder Meldepflicht entfällt, wenn die einzelne Steuerbegünstigung 200.000 Euro im Jahr nicht übersteigt. Damit wird die bisher nur auf Antrag gewährte Befreiung in § 6 EnSTransV entfallen.

Mit Schreiben der Generalzolldirektion (GZD) vom 12. April wurden die betroffenen Verbände darüber informiert, dass im Vorgriff auf die gesetzlichen Neuregelungen folgende Teile der EnSTransV nicht weiter angewendet werden: 

  • Die Anzeige- oder Erklärungspflicht entfällt für diejenigen, deren Begünstigungsvolumen weniger als 200.000 EUR im Kalenderjahr bezogen auf die jeweilige Steuerbegünstigung beträgt.
  • Anträge auf Befreiung von der Anzeige- oder Erklärungspflicht nach § 6 EnSTransV sind nicht mehr erforderlich. 

Diese Regelungen sind bereits für die erhaltenen Steuerbegünstigungen in2018 anzuwenden, für die eine Melde- und Anzeigepflicht bis zum 30.06 2019 besteht. Die Generalzolldirektion verzichtet insoweit zur Entlastung der Wirtschaft und Zollverwaltung bereits auf diese Meldungen.

Für Rückfragen zu Ihren Angaben nach der EnSTRansV sowie den Energie- und stromsteuerlichen Rechten und Pflichten stehen wir Ihnen gern zur Verfügung

Verlängerung der Umsetzungsfrist für Messkonzepte im EEG z.B. bei Drittabnahmen beschlossen!

Der Bundestag hat Anfang April beschlossen, die verpflichtende Nutzung mess- und eichrechtskonformer Zähler erst ab 2021 zu fordern und damit eine notwendige Änderung des sog. „Energiesammelgesetz“ beschlossen, welches erst Ende letzten Jahres verabschiedet wurde.

Mit dem Beitrag von Rechtsanwalt, Herrn Michael Hill (Partner bei unserer Kooperationskanzlei Fey Hill Bunnemann), wird u.a. die vom Bundestag beschlossene Verlängerung der Umsetzungsfrist für Messkonzepte im EEG bis Ende 2020 vorgestellt.