Wer muss sich registrieren?

 
 

Aufgrund der im Juli 2017 in Kraft getretenen Marktstammdatenregisterverordnung (MaStRV) sind sog. Marktakteure verpflichtet Meldungen in diesem behördlichen Register für den Strom- und Gasmarkt zu tätigen. Ziel des Marktstammdatenregisters ist eine umfassende Datengrundlage für die Energiewirtschaft, die alle wesentlichenAkteure der Bereiche Strom und Gas erfasst. Das Marktstammdatenregister löst das PV-Meldeportal sowie das Anlagenregister ab, dass in einem neuen Marktstammdatenregister-Onlineportal aufgehen soll.

Das Register erfasst

  • sämtliche Erzeugungsanlagen (neue und bestehende),
  • Anlagen zur Erzeugung von Strom und Gas,
  • die Lieferanten von Strom und Gas,
  • bestimmte Verbrauchsanlagen sowie
  • die Betreiber der Anlagen.
 

Registrierungspflichtig sind insbesondere

  • Betreiber von EEG-Anlagen und KWK-Anlagen
    (z. B. PV-Anlagen, BHKW, Windenergie-, Biomasse-, Wasserkraft-, Geothermieanlagen)
  • Stromlieferanten
    (z. B. Weiterleitung an Dritte)
  • Verwender von Stromspeicher und Gasspeicher
    (z. B. Batteriespeicher)
  • Messtellenbetreiber
    (z. B. Strom / Gas)
  • Netzbetreiber sowie Betreiber von geschlossenen Verteilernetzen
  • Bilanzkreisverantwortliche im Strom- und Gasbereich

Im Register müssen alle Einheiten zur Erzeugung, Speicherung und zum Verbrauch von Strom und Gas eingetragen werden, unabhängig von der Größe der Einheit. Ausgenommen sind lediglich Einheiten, die nicht an das Hoch- oder Höchstspannungsnetz bzw. das Fernleitungsnetz angeschlossen sind.

 

Welche Fristen gelten für das MaStR?

 
 

Voraussichtlich ist die Nutzung des MaStR-Webportals ab Herbst 2017 möglich. Die vorhandenen Daten der Bestandseinheiten werden in das Register übernommen. Diese Daten müssen nach Eröffnung des Webportals von den Betreibern der Bestandseinheiten überprüft und ggf. aktualisiert werden.

Obgleich sich die Nutzung des Webportals für das Marktstammdatenregister weiter verzögert, müssen Marktakteure ihre Meldepflichten insbesondere für neue Anlagen mit Inbetriebnahme nach dem 01.07.2017 trotzdem erfüllen. 

     

 

Es gelten folgende Fristen

  • Neuanlagen: 01. Januar 2018
  • Bestandsanlagen: 30. Juni 2019
  • EEG-Anlagen und deren Betreiber, die sich bereits im Anlagenregister sind: 1. Monat nach Inbetriebnahme
 

Die Meldepflichten sind nach MaStRV wie folgt zu erfüllen:

EEG-Anlagen und deren meldepflichtigen Genehmigungen

  • Meldung über die bestehenden Techniken des Anlagenregisters und des PV-Meldeportals 
  • Frist: ein Monat ab Inbetriebnahme oder ab Erteilung der Genehmigung

Pflege der Daten nach MaStRV

  • wenn das Webportal dies ermöglicht

KWK-Anlagen mit Inbetriebnahme ab dem 1. Juli 2017

Meldung einer geplanten Inanspruchnahme des Mieterstromzuschlags

Übernahme und Pflege der Daten und Angaben zum Betrieb von Bestandsanlagen

  • noch nicht möglich, Frist endet am 30. Juni 2019
 

Gibt es Sanktionen?

 
 

Bei einem Verstoß gegen die Meldepflicht, kann die Bundesnetzagentur Sanktionen verhängen. Diese können mit einer Geldbuße bis zu 50.000 EUR geahndet werden.

 

Für Verzögerungen, die sich aus der verspäteten Verfügbarkeit des Webportals ergeben, werden keine Bußgeldverfahren eingeleitet.

 

Außerdem können Zahlungen zu Marktprämien, Einspeisevergütung und Flexibilitätsprämien nach dem EEG oder Zuschlagszahlungen oder sonstige finanzielle Förderungen nach dem KWKG zurückbehalten, reduziert oder komplett gestrichen werden.

 

Outsourcen?

 
 

Gerne prüfen wir vorab, ob Ihr Unternehmen der Meldepflicht unterfällt. Sollte die Meldepflicht für Ihr Unternehmen bestehen, übernehmen wir die Registrierung und Eintragung der Stammdaten. Zudem gleichen wir die aus dem Anlagenregister übernommenen Meldungen ab. 

Sprechen Sie uns an!

 

Folgende Meldepflichten sind nach MaStRV zu erfüllen:

  • EEG-Anlagen und deren meldepflichtigen Genehmigungen, innerhalb einer Monatsfrist ab Inbetriebnahme oder ab Erteilung der Genehmigung
  • Pflege der Daten nach MaStR
  • Registrierung von KWK-Anlagen mit einer Inbetriebnahme ab 1. Juli 2017
  • Meldung einer geplanten Inanspruchnahme des Mieterstromzuschlags
  • Übernahme und Pflege der Daten und Angaben zum Betrieb von Bestandsanlagen
  • Sonstige Registrierungen (bzw. Nachholungen nach Start des Webportals) von Marktakteuren und Behörden