Lösungen für die Industrie

 
 

Energiewende, Energiekosten, (Energy) Legal Compliance, Off-Balance Fragen im Zusammenhang mit nationaler und internationaler Rechnungslegung – eine bunte Themenvielfalt, die von (energieintensiven) Industrieunternehmen bewältigt werden muss. MPW bietet individuelle Lösungen für die Optimierung der Energiekosten für energiekostenintensive Unternehmen, entwickelt mit Ihnen Strategien, die den Off-Balance-Anforderungen im Rahmen nationaler und internationaler Rechnungslegungsvorschriften bezogen auf Ihre Energieerzeugungsanlagen entsprechen und unterstützt Ihre Maßnahmen im Bereich des (Energy) Legal Compliance.

 

Energiekosten bilden gerade in energieintensiven Unternehmen eine wesentliche Kostenposition. Diese zu optimieren steht in der betriebswirtschaftlichen Verantwortung jedes Unternehmens. Der Gesetzgeber bietet hierzu für privilegierte Unternehmen verschieden Möglichkeiten an. MPW unterstützt Ihr Unternehmen, die Potentiale im Bereich der Besonderen Ausgleichsregelung des EEG, der Entlastungen im Bereich der Strom- und Energiesteuer sowie der Reduzierung von Umlagen im Bereich der Stromkosten zu nutzen.

 

Besondere Ausgleichsregelung im EEG

 
 

EEG-Umlage und Wettbewerbsfähigkeit

Seit ihrer Einführung ist die EEG- Umlage stetig gestiegen. Im Jahr 2014 übersteigt diese 20% der Gesamtbelastung beim Stromeinkauf eines Unternehmens. Bei diesen stetig wachsenden Belastungen droht eine Schlechterstellung und damit Benachteiligung der Unternehmen in einem immer globaler werdenden Markt.

Mit der besonderen Ausgleichsregelung für stromkostenintensive Unternehmen und Schienenbahnen nach §§ 63 ff. EEG kann jedoch eine deutliche Verringerung der EEG-Umlage erreicht werden.

Neue Regeln...

Mit Inkrafttreten des EEG 2014 gelten neue Voraussetzungen für die Besondere Ausgleichsregelung. Stromkosten- und handelsintensive Unternehmen können bereits ab einem Stromverbrauch von 1.000.000 kWh je Abnahmestelle und Jahr von der Begrenzung der EEG-Umlage profitieren. Damit ist es für eine Vielzahl von Unternehmen interessant, das Vorliegen der Antragsvoraussetzungen zu überprüfen. 

Trotz der Anhebung des geforderten Verhältnisses von Stromkosten zur Bruttowertschöpfung auf 17% bzw. 20% eröffnet sich auch und gerade für mittelständische Unternehmen die Chance, durch die Inanspruchnahme der Besonderen Ausgleichsregelung die Energiekosten zu senken und dadurch die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. 

 

Herausforderungen bewältigen!

Wenn die Voraussetzungen für einen Antrag vorliegen, ist der Antrag bis zum 30.06. des Folgejahres beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zu stellen. Aber auch in den Fällen, in denen die Antragsberechtigung nicht bestand, kann sich eine genaue Prüfung lohnen. Gerade bei Unternehmen mit hohen Energieverbräuchen bieten sich eine Vielzahl von Möglichkeiten, mit denen zukünftig die EEG-Umlage durch die Besondere Ausgleichsregelung reduziert werden kann. 

... Und was können wir für Sie tun?

MPW hat Lösungen als interdisziplinäres Team von Rechtsanwälten, Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern. Daher bietet MPW das gesamte Leistungsspektrum von der Prüfung der Antragsvoraussetzungen, der Entwicklung und Umsetzung zielführender Modelle bis zur erfolgreichen Antragstellung beim BAFA.

Ihr Vorteil:

Alle Leistungen erhalten Sie aus einer Hand!

 

EEG-Rechner

 

Im Rahmen der Besonderen Ausgleichsregelung des EEG können privilegierte Unternehmen die EEG-Umlage auf die verbrauchten Strommengen um bis zu 85% reduzieren. Erhalten Sie mit Hilfe unseres EEG-Rechners einen ersten Überblick, welches Potential sich für Ihr Unternehmen ergeben kann.

EEG-Rechner (PDF-Dokument)

 

Energie- und Stromsteuer

 
 

Energiesteuer/Stromsteuer - Entlastungsmöglichkeiten ermitteln, optimieren und durchsetzen

Durch das "Gesetz zum Einstieg in die ökologische Steuerreform" ist zum 01.04.1999 die "Ökosteuer" entstanden. Es handelt sich bei diesem Begriff eigentlich um zwei Steuern, nämlich eine neu eingeführte Stromsteuer und eine Erhöhung der schon existierenden Mineralölsteuer (die heutige Energiesteuer). Grund für die Einführung war, dass mit den erwarteten Einnahmen der Beitragssatz zur gesetzlichen Rentenversicherung gesenkt werden sollte. Arbeit sollte billiger, Energie entsprechend teurer werden. Die "Ökosteuer" ist in Stufen eingeführt worden.

Der Einsatz von Energieerzeugnissen und elektrischem Strom in bestimmten industriellen Prozessen sowie in bestimmten Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen wird besonders unterstützt und kann zu 100% von der Strom- und Energiesteuer entlastet werden.

Für Unternehmen des Produzierenden Gewerbes ist ein reduzierter Energie- und Stromsteuersatz in zwei Entlastungsstufen möglich: Die Ermäßigung des allgemeinen Steuersatzes auf 75% der vollen Steuer sowie der sogenannte Spitzenausgleich. Sie bieten Unternehmen, die besonders vom Energiepreis abhängig sind, Entlastungsmöglichkeiten von rund 96% der durch die "Ökosteuer" entstandenen Belastung.

Verschenkte "Subventionen"?!

Nach unserer Erfahrung beantragen nur ca. 70 % der berechtigten Unternehmen die Erstattungen für Unternehmen des Produzierenden Gewerbes. Von diesen 70 % sind es nach unserer Schätzung nur 20 %, die das gesamte Entlastungsvolumen ausschöpfen. Und auch diese Unternehmen haben teilweise keine Strukturen geschaffen, die das Erstattungsvolumen optimieren.

 

Die Gründe für diese Situation sind vielfältig:

  • Die Erstattungsverfahren sind komplex gestaltet; Fristversäumnisse sind kaum zu heilen.
  • Vielfach sind die steuerlichen Berater mit Verbrauchsteuern wie Energiesteuer und Stromsteuer nicht vertraut und können so den Unternehmen nicht die notwendige Hilfe bieten.
  • Die Tatsache, dass oft keine Erfahrung mit steuerlichen Erstattungsverfahren bestehen, führt zu der Annahme, die Nutzung der steuerlichen Gestaltungsmöglichkeiten wäre grundsätzlich missbräuchlich. Die Erstattungen werden kaum in der Öffentlichkeit diskutiert.  

... Und was können wir für Sie tun? 

MPW hat Lösungen als interdisziplinäres Team von Rechtsanwälten, Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern. MPW bietet die Unterstützung im Antragsverfahren, die Entwicklung und Umsetzung von Strukturen zur Optimierung und die Beratung bei rechtlichen Fragen.

Ihr Vorteil: Alle Leistungen erhalten Sie aus einer Hand!

 

Erstattungsrechner

 
 

Die Entlastungsverfahren sind komplex und führen je nach Einsatz der Energieerzeugnisse/des elektrischen Stroms zu unterschiedlichen Entlastungsvolumen. Erhalten Sie mit unserem Energiesteuerrechner einen Überblick über die verschiedenen Entlastungsmöglichkeiten.

Erstattungsrechner herunterladen (PDF)

 

Off-Balance

 
 

Entwicklung von Off-Balance-Strategien

Die Verbesserung der Eigenkapitalquote ist eines der vordringlichen Ziele deutscher und internationaler Unternehmen. Dazu entwickeln Bilanzierungsfachleute sogenannte Off-Balance-Strategien, um Vermögens- und Schuldposten möglichst aus der Bilanz zu verbannen.

Was bringen solche Strategien?

Stellen Sie sich vor, einer Ihrer Industriekunden hat gerade in eine neue Energieerzeugungsanlage für 500 GE investiert. Er hat die Mittel zur Beschaffung dieser Anlage ganz normal von seiner Hausbank zu einem vernünftigen Zinssatz aufgenommen.

Aus der Bilanz ergibt sich eine Eigenkapitalquote (Quotient aus Eigenkapital und Bilanzsumme) von 31,25 %. Für ein deutsches Unternehmen eine ordentliche Zahl. Was wäre aber, wenn Ihr Industriekunde stattdessen eine Contracting-Lösung wählt, die so gestaltet ist, dass weder die Energieerzeugungsanlage mit 500 GE noch die Bankverbindlichkeiten mit 500 GE in die Bilanz einfließen?

Die Eigenkapitalquote beträgt in diesem Fall 37,04 % - eine Verbesserung um mehr als 5 %-Punkte, und das sind Welten! Natürlich ist nicht in jedem Projekt ein solches Potenzial enthalten. Aber auch kleine Verbesserungen sind ein wesentlicher Anreiz, über Contracting nachzudenken.

 

Welche Probleme ergeben sich bei der Entwicklung von Off-Balance-Strategien?

Vielfach wird die bilanzielle Behandlung von Contracting-Verträgen ohne vorherige Prüfung nach den Regeln für Leasing-Geschäfte vorgenommen. Dabei enthalten alle relevanten Bilanzierungssysteme vorgeschaltete Prüfroutinen, die zunächst die Frage beantworten, ob Leasing-Regeln überhaupt anwendbar sind.

Erst wenn man bei der Gestaltung der vertraglichen Grundlagen diese besonderen Regeln einbezieht, gelingt es, eine optimale vertragliche Gestaltung unter dem Aspekt "Off-Balance" zu finden.

Wir untersuchen laufend die bilanzrechtlichen Rahmenbedingungen, um in der Beratung von Contracting-Unternehmen und potenziellen Contracting-Nehmern optimale Strategien zur Umsetzung der bilanzpolitischen Ziele entwickeln zu können.

 

Umlagenreduzierung

 
 

Unternehmen der sogenannten Letztverbrauchergruppe C (Unternehmen der Abschnitte B und C der Klassifikation der Wirtschaftszweige (WZ 2008)) können zusätzlich zur gesetzlich verankerten Reduzierung von Offshore-, KWK- und StromNEV-Umlage auf jeweils 0,05 ct/kWh eine weitere Halbierung der Umlagen erreichen. Voraussetzung ist der Nachweis einer Stromkosten – Umsatz – Relation von mind. 4%.

MPW unterstützt Ihr Unternehmen bei der Optimierung der Umlagenbelastung durch die Erstellung der notwendigen Wirtschaftsprüfer-Testate.

 

Prognosemeldungen EEG/KWKG

 
 

BESAR Unternehmen sind gemäß §60 a EEG 2017 verpflichtet, die EEG-Umlage direkt an den Übertragungsnetzbetreiber (ÜBN) zu zahlen. Hierzu bedarf es der Anmeldung in einem Internetportal des jeweiligen Übertragungsnetzbetreibers. Durch die Novellierung des KWKG zum 01.01.2017 wird die Priviligierung des EEG in das KWKG übernommen. BESAR Unternehmen erhalten daher auch für die KWKG-Umlage eine Priviligierung für das Jahr 2017. Hierfür sind die Unternehmen gemäß §27 KWKG 2017 verpflichtet, die KWKG-Umlage direkt an den Übertragungsnetzbetreiber zu zahlen.

 

Dafür bedarf es der Anmeldung in einem Internetportal des jeweiligen Übertragungsnetzbetreibers, welche i. d. R. bereits aufgrund des Regelungen des EEG erfolgt ist. Wir übernehmen für Sie neben den organisatorischen Aufgaben auch die Datenmeldung der Strommengen als Verbrauchsprognose sowie Prüfung der Abschlagsrechnungen des ÜNB. Darüber hinaus stellen wir für Sie die Endabrechnung für 2017 (nicht umfasst hiervon ist eine ggf. notwendige Wirtschaftsprüferbescheinigung).

Gerne senden wir Ihnen ein unverbindliches Angebot zu!

 

Legal Compliance – Rechtskataster

 
 

Die Einführung von Energiemanagementsystemen ist sowohl im Bereich der Besonderen Ausgleichsregelung des EEG 2014 als auch im Rahmen des sogenannte Spitzenausgleichs in der Energie- und Stromsteuer zwingende Voraussetzung für die Erlangung der jeweiligen Vorteile. Die Erstellung und Pflege eines Rechtskatasters ist im Rahmen der Einführung eines Energiemanagementsystems nach DIN EN ISO 50001 von äußerster Wichtigkeit.

 

Durch ein individualisiertes Rechtskataster ergeben sich für Ihr Unternehmen Potentiale im Hinblick auf mögliche Kostenoptimierungen und die Erfüllung der Compliance-Anforderungen. 

MPW bietet von der Erstellung des individualisierten Rechtskatasters über ein Aktualisierungspaket mit jährlichem Workshop bis hin zum Compliance-Audit die gesamte Bandbreite der Leistungen aus einer Hand.

 

Seminar

 
 

Die besondere Ausgleichsregelung des EEG hat nicht erst durch die gesetzlichen Neuerungen vom Sommer 2014 eine gewisse Brisanz für die Unternehmen erfahren. Das Intensivseminar schult in nur einem halben Tag umfassend über das gesamte Thema Besondere Ausgleichsregelung des EEG 2014

Unser Seminarprogramm "Optimierung der EEG-Umlage".

 

 

 

Aktuelles

 

Entwurf zu Änderungen der StromSt- und EnergieSt-Durchführungsverordnungen soll Klarheit schaffen

– nicht immer im Positiven

Das Bundesfinanzministerium hat jetzt einen Entwurf zu den notwendigen Änderungen der StromSt- und EnergieSt-Durchführungsverordnungen aufgrund der gesetzlichen Änderungen zum 01.01.2018 vorgelegt. Neben Details zum Umgang mit dem Thema "Beihilfe" enthält der Entwurf u.a. auch Klarheit schaffende Aussagen zur Elektromobilität. Die wesentlichen Einzelheiten werden nachfolgend erläutert.

  • Zur Umsetzung der neuen Regelungen zu staatlichen Beihilfen (§ 3b EnergieStG 2018, § 3a StromStG 2018) enthalten beide Verordnungen ähnliche Vorschriften. Neben der Vorgabe, das sowohl zu nicht erfüllten Rückzahlungsanforderungen für zu Unrecht gewährte Beihilfen als auch zu einer Statusänderung als "Unternehmen in Schwierigkeiten" unverzüglich Mitteilungen an das zuständige Hauptzollamt zu machen sind, enthalten alle Vorschriften auch Regelungen zur Steuerentstehung für diese Fälle. Sofern die Vorgaben zu staatlichen Beihilfen nicht erfüllt werden können, steht einem Unternehmen keine Steuerbegünstigung zu. Dies betrifft jedoch nicht nur die möglichen Steuerentlastungen sondern auch die Inanspruchnahme eines reduzierten Steuersatzes (z.B. für Erdgas beim Einsatz in Gasturbinen/KWK) oder eine Steuerentlastung. In diesem Fall ist die (Differenz-)Steuer zum 15. des Folgemonats anzumelden und zum 15. des Folgemonats fällig. Im Ergebnis birgt gerade für Unternehmen in schwierigem wirtschaftlichem Fahrwasser der Verbrauch von Erdgas und Strom zukünftig deutliche Risiken.
  • Als Auswirkung der Neudefinition des Verwenderbegriffs im Zusammenhang mit dem Einsatz z.B. von Erdgas zur Stromerzeugung oder in Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen soll eine weitere Selbsterklärung eingefügt werden. Fallen die Person des Verwenders des Erdgases und des Erzeuger von Strom auseinander, wird der Stromerzeuger zukünftig eine Erklärung abgeben müssen, in welchem Umfang die mechanische oder thermische Energie zur Stromerzeugung eingesetzt wurde.
  • Für die Entlastungen nach §§ 54 und 55 EnergieStG (Entlastungen für Unternehmen des produzierenden Gewerbes) wird entgegen eines BFH-Urteils vom 6. November 2016 festgestellt, dass Verlustenergie im Rahmen der Erzeugung und Verteilung von Wärme nur entlastungsfähig für das antragstellende Unternehmen sind, sofern die Wärme wiederum von einem Unternehmen des produzierenden Gewerbes genutzt wird. Der BFH hatte dagegen festgestellt, dass der Betreiber eines Fernwärmenetzes originärer und tatsächlicher Nutzer der Erdgasmengen für die sog. Verlustenergie ist. Hier bleibt abzuwarten, ob die endgültige Fassung an dieser Stelle noch eine Änderung erfährt. Analoge Regelungen sind für die Anwendung der StromSt-Entlastungen nach §§ 9b und 10 StromStG geplant.

Im Bereich der Stromsteuer-Durchführungsverordnung gilt zunächst das oben Stehende im Bezug auf staatliche Beihilfen.

  • Hinzu kommen hier neue Anwendungsbereiche für die Ausnahmeregelung zum Versorgerstatus. Die Ausnahmetatbestände sollen auf Betreiber von Kundenanlagen im Sinn des § 3 Nr. 24 a und b des EnWG ausgeweitet werden. Zudem wird der Versorgerstatus bei dezentraler Erzeugung und direkter Lieferung an Letztverbraucher auf eben diese Lieferungen eingeschränkt. Für den darüber hinaus fremdbezogenen und weitergeleiteten Strom soll kein Versorgerstatus entstehen. Diese Regelung würde gerade für die dezentrale Erzeugung eine deutliche Erleichterung bringen, da die Administration der Stromsteuer für die fremdbezogenen Mengen zukünftig entfällt.
  • Ebenfalls positiv zu werten ist die weitergehende Definition des Begriffs der Elektromobilität. Wie von den Unternehmen erhofft und erwartet bezieht sich der Begriff der Elektromobilität im Wesentlichen auf elektrisch betriebene Fahrzeuge mit einer Straßenzulassung. Insbesondere der Stromverbrauch für den Antrieb von Arbeitsmaschinen und Flurförderfahrzeugen auf dem Betriebsgelände bleibt damit auch zukünftig entlastungsfähig.
  • Weitere Neuerungen betreffen den Übergang einer erteilten Erlaubnis im Fall von Insolvenz, Erbe, Übertragungen, Umwandlungen etc. Hier gilt zunächst eine 3-monatige Frist, innerhalb derer die Erlaubnis fort gilt, gleichzeitig aber die Änderung angezeigt und ggf. die Übertragung beantragt werden muss.
  • Die bereit bei der letzten Änderung der EnergieSt-Durchführungsverordnung für unterjährige Anträge nach §§ 53 ff. EnergieStG eingeführte Grenze von 10.000 EUR wird nun auch bei Anträge nach § 12a StromStV - Strom zur Stromerzeugung eingeführt.
  • Eine weitere Neuerung betrifft die Regelungen zur Eingruppierung von Unternehmen in die Klassifikation der Wirtschaftszweige (WZ 2003). In Fällen, in denen maßgebliche Verarbeitungsprozesse vom Unternehmen auf Dritte übertragen wird (Outsourcing), wird eine entsprechende Eingruppierung für dieses Unternehmen verwehrt.
  • Der Nachweis des Stromverbrauchs im Einsatz bei bestimmtem Prozessen und Verfahren muss im Regelfall zukünftig auf Basis von Messeinrichtungen erfolgen.

Der aktuelle Entwurf enthält verschiedene Ansätze, die für die Praxis hilfreich erscheinen. Gleichzeitig wird weiter erneut deutlich, dass gerade für die Inanspruchnahme von Ausnahmeregelungen die Voraussetzungen immer weitere verschärft werden.

Wir unterstützen Sie und beraten Sie gern.

Ihr Ansprechpartner:

Kathrin Neumeyer

Steuerberaterin, Partner MPW Legal & Tax

k.neumeyer(at)mpw-net(dot)de +495551-9880715

Karsten Ahrens

Rechtsanwalt, Fachanwalt für Steuerrecht, Partner MPW Legal & Tax

k.ahrens(at)mpw-net(dot)de +495551-9880716

Leitfaden zur Anmeldung und steuerlichen Behandlung von kleinen Blockheizkraftwerken

Die Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch e.V. (ASUE) hat mit Unterstützung von MPW einen Leitfaden für die Anmeldung und steuerliche Behandlung von kleinen Blockheizkraftwerken und Brennstoffzellen herausgegeben.

In der Broschüre werden die Schritte von der Planung bis zum Betrieb der Anlage, die steuerliche Behandlung sowie Möglichkeiten zur Förderung einer solchen innovativen Heizungsanlage und die technische Einrichtung erläutert.

Die Neuerscheinung richtet sich an Bauherren, Eigentümer, Käufer, Neumieter, Verwalter, SHK-Handwerker, Contractoren und Stadtwerke sowie alle an Hocheffizienz Interessierte.

Sie möchten weitere Informationen zu der Broschüre? Dann können Sie diese hier erwerben! 

Änderungen zum Energie- und Stromsteuergesetz treten zum 01.01.2018 in Kraft

Noch vor der Sommerpause und dem Bundestagswahlkampf hat der Bundestag den Gesetz zur Änderung des Strom- und Energiesteuergesetzes auf den Weg gebracht.

Die endgültige Gesetzesfassung ist deutlich gemäßigter ausgefallen als die ursprünglichen Entwürfe aus dem Frühjahr des vergangenen Jahres.

  • Mit dem Gesetz werden nun zum einen Vorgaben der EU im Bezug auf beihilferechtliche Voraussetzungen (u.a. Unternehmen in Schwierigkeiten) verankert (sowohl im Energie- als auch im Stromsteuergesetz). 
  • Im Energiesteuergesetz wird es zudem zukünftig nur noch einen § 53a geben. Die aktuellen § 53a und § 53b werden zusammengefasst. 
  • Hinzu kommt die Anrechnungsvorschrift für Investitionszuschüsse auf zukünftige vollständige Entlastungen von kleinen KWK-Anlagen. 
  • Die Entlastungsmöglichkeiten für Unternehmen des Produzierenden Gewerbes werden im Bereich der Stromsteuer eingeschränkt. Strom, der für Elektromobilität eingesetzt wird, kann zukünftig nicht mehr entlastet werden.


Erfreulicherweise haben damit weder das Kumulierungsverbot mit "Beihilfen für die gleichen beihilfefähigen Kosten" noch die Herabsetzung der Größengrenze für kleine KWK-Anlage (von 2 MW auf 1 MW) Einzug in den Gesetzestext gefunden. Den vollständigen Gesetzestext finden Sie hier.

Gern beraten wir Sie bei allen Fragen rund um Strom- und Energiesteuer. Sprechen Sie uns gern an.

EnSTransV-Portal seit 01.05.2017 online

Bis zum 30.06.2017 müssen Unternehmen erstmals Anzeigen/Erklärungen nach der Transparenzverordnung zur Strom- und Energiesteuer (EnSTransV) für die Begünstigungen abgeben, die sie im Zeitraum 01.07.2016 bis 31.12.2016 genutzt bzw. erhalten haben.

Seit Anfang Mai steht hierfür das neu eingerichtete Portal enstransv.zoll.de zur Verfügung. Für die Nutzung des Portals ist eine einmalige Registrierung notwendig. Hierfür gibt es eine noch vorläufige Verfahrensanweisung, welche Sie hier finden.

Ab 2018 ist die Nutzung des Portals für die Anzeigen und Erklärungen nach der EnSTransV verpflichtend, so dass die Zollverwaltung den nächsten Schritt hin zu einem papierlosen Anzeige- und Antragsverfahren geht.

Die Anzeigen und Erklärungen zum 30.06.2017 über die Begünstigungen im Zeitraum 01.07.2016 bis 31.12.2016 können unabhängig vom jetzt neu eingerichtet Portal weiterhin in Papierform beim zuständigen Hauptzollamt erfolgen.

Gern unterstützen wir Sie bei der Erfüllung Ihrer Pflichten nach der EnSTransV und stehen für Fragen selbstverständlich zur Verfügung.
 

BAFA-Portal für BESAR-Anträge 2017 geöffnet

Nachdem die Anpassungsarbeiten an die geänderten Gesetzesvorschriften abgeschlossen wurden, sind ab sofort Antragstellungen zur Besonderen Ausgleichsregelung für das Begrenzungsjahr 2018 möglich.

Das BAFA hat an einigen Punkten nachgebessert - so ist die Antragstellung in Vertretung besser darstellbar und die Änderungen aufgrund der geänderten Vorschriften zur Reduzierung der KWKG-Umlage eingearbeitet worden. Anträge auf Begrenzung der EEG-Umlage im Jahr 2018 müssen zwingend bis zum 30.06.2017 über das Onlineportal gestellt werden.

Gern unterstützen wir Sie in der Vorbereitung und Durchführung des Antragsverfahrens. Sprechen Sie uns an.