Kabinett beschließt Verbesserung für KWKG 2016

Im Vergleich zu den bisherigen Entwürfen verbessert der am 23.09.2015 vom Bundeskabinett beschlossenen Gesetzesentwurf die Rahmenbedingungen für die dezentrale Stromerzeugung. Mit der Anhebung der Förderung von zuerst nur 50kW auf KWK-Anlagen bis 100 kW werden zukünftig mehr dezentrale Lösungen wie Mieterstrommodelle u.ä. einen reduzierten KWK-Zuschlag erhalten. 

Die wesentliche Änderung im neuen KWKG, das zum 01.01.2016 das bestehende KWKG 2012 aufheben und vollständig ersetzen soll, bleibt jedoch bestehen: Strom aus Anlagen über 100 kW wird nur noch gefördert, wenn er direkt vermarktet oder von energieintensiven Unternehmen verbraucht wird. Eine systematische Darstellung der geplanten Förderstruktur im KWKG 2016 finden Sie hier.

Neben einer geänderten Förderstruktur ist für die kleinen KWK-Anlagen bis 50 kW eine Anhebung der Förderdauer auf 45.000 VBh vorgesehen, wobei für die übrigen Leistungsklassen die Förderdauer von 30.000 VBh ab Aufnahme des Dauerbetriebs erhalten bleibt. Auch für die Modernisierung von KWK-Anlagen wird die Förderung verändert, so dass zukünftig der KWK-Zuschlag erst nach 5 bzw. 10 Jahre nach Aufnahme des Dauerbetriebs wieder neu in Anspruch genommen werden kann. In diesem Zusammenhang werden sich wahrscheinlich Miet- bzw. Leasinglösungen für KWK-Anlagen vermehrt etablieren.

Auch auf Seiten der KWK-Umlage soll es auch eine Anpassung in Form einer Anhebung des Schwellenwerts geben: zukünftig soll die KWK-Umlage erst ab 1 GWh reduziert werden, wobei die Aufteilung in Letztverbrauchergruppen bestehen bleiben soll. Stromverbräuche von über 1 GWh an einer Abnahmestelle sollen künftig mit einer auf 0,04 ct/kWh reduzierten KWK-Umlage belastet werden. Für Unternehmen des produzierenden Gewerbes mit einem Stromkostenanteil am Umsatz in Höhe von mehr als 4 % soll sich die KWK-Umlage für die entsprechenden Strommengen auf 0,03 ct/kWh reduzieren.

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