Vorteile bei der EEG-Umlage durch richtige Antragstellung sichern

Für stromkostenintensive Unternehmen ist es auch 2018 wichtig, die Weichen für die Begünstigung durch die Reduzierung der EEG-Umlage auch in 2019 zu stellen. Bis zum 30.06.2018 können die privilegierten Unternehmen hierfür einen Antrag beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) stellen.

Eine Veröffentlichung des Institutes der Wirtschaftsprüfer im Herbst 2017 (WPK Magazin 3/2017) hat deutlich gezeigt, wie wichtig es hierbei ist, die gesetzlichen Vorgaben und Empfehlungen aus dem jährlich aktualisierten BAFA-Merkblatt für stromkostenintensive Unternehmen zu beachten. Auch wenn die EEG-Umlage von 2017 auf 2018 leicht gesunken ist, macht sie noch immer mehr als ein Viertel der Stromkosten für Unternehmen aus.

Ein Fallbeispiel des WPK Magazins zeigt, wie wichtig eine professionelle Beratung im Vorfeld der Antragstellung für stromkostenintensive Unternehmen ist. In diesem Fall wurde bei der Vorprüfung, ob der Mandant die Voraussetzungen für die Besondere Ausgleichsregelung erfüllt, ein Rechenfehler bei der Stromkostenintensität gemacht. Durch den Fehler lag die Stromkostenintensität unter dem Grenzwert, ab dem die Begrenzung zu erreichen gewesen wäre und der Antrag hätte gestellt werden können. Dadurch entstand dem Unternehmen ein sechsstelliger Schaden.

In einem weiteren Fall wurde das beantragende Unternehmen nicht auf die materielle Ausschlussfrist hingewiesen und der Antrag daher nicht rechtzeitig gestellt. Das BAFA lehnt strikt und konsequent alle Begrenzungsanträge ab, die nicht bis zum 30. Juni eines Jahres eingereicht werden und somit die materiellen Voraussetzungen nicht erfüllen. Hierbei gibt es keine Möglichkeit zur Fristverlängerung.

Das WPK Magazin führt fort, dass in vielen Fällen ein Antrag aufgrund unvollständiger Bescheinigungen bzw. unvollständiger Anlagen zur Bescheinigung abgelehnt worden sind. Beispielsweise fehlte in einem Fall im Prüfvermerk des Wirtschaftsprüfers die elektronische Signatur, die seit dem Antragsjahr 2015 erforderlich ist. Durch diesen Fehler entstanden dem Unternehmen Zinsschäden. In einem weiteren Fall, indem alle Angaben zum Stromverbrauch an den beantragten Abnahmestellen sowie zur EEG-Umlage in der Wirtschaftsprüfer-Bescheinigung fehlten, konnte der Fehler nach Ablauf der Ausschlussfrist nicht mehr geheilt werden und der Antrag wurde abgelehnt.

Es wird deutlich, dass das BAFA die Anträge sehr gründlich prüft. Beispielsweise ist laut WPK Magazin der Fall häufig thematisiert worden, ob ein Wirtschaftsprüfer von der Prüfung aufgrund § 319 Abs. 2 HGB ausgeschlossen ist.

Quelle:https://www.wpk.de/fileadmin/documents/Magazin/WPK_Magazin_3-2017.pdf

Die Experten von MPW unterstützen Sie gern, um die Erfüllung der Voraussetzungen zu prüfen und die Antragstellung erfolgreich durchzuführen.