Legionellenuntersuchung gemäß TrinkwV – Die Zeit läuft … !

Bis zum 31.12.2013 müssen nach der novellierten Trinkwasserverordnung (TrinkwV) „Großanlagen zur Trinkwassererwärmung“ auf einen möglichen Legionellenbefall untersucht werden. Dabei darf der technische Maßnahmenwert von 100 Legionellen auf 100 ml nicht überschritten werden.

Zu prüfen sind Trinkwassererwärmer mit einem Inhalt von mehr als 400 Litern oder einem Inhalt von mehr als 3 Litern in mindestens einer Rohrleitung zwischen Abgang des Trinkwassererwärmers und Entnahmestelle. Der Inhalt einer Zirkulationsleitung oder Kaltwasserinstallationen unterfällt nicht den hygienischen Untersuchungspflichten.

Mit der Untersuchung des Trinkwassers sind zertifizierte Untersuchungsstellen zu beauftragen. Das Ergebnis der Erstuntersuchung ist dem zuständigen Gesundheitsamt anzuzeigen. Für Verstöße gegen die Untersuchungspflicht kann vom zuständigen Gesundheitsamt als Folge einer Ordnungswidrigkeit eine Geldbuße in Höhe von 25.000 €  verhängt werden. Die vorsätzliche oder fahrlässige Lieferung von verseuchtem Wasser kann als Straftat gewertet und mit einem Strafmaß von bis zu zwei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe geahndet werden. Selbst wenn bisher wenig über Kontrollen der Gesundheitsämter bekannt ist, dienen Legionellenuntersuchungen nach den Vorgaben der TrinkwV der eigenen Absicherung. Nach der Erstuntersuchung sind nur in öffentlichen Gebäuden die Untersuchungen einmal jährlich durchzuführen, während alle übrigen Wohngebäude alle drei Jahre dazu verpflichtet sind. Die hierfür entstandenen Kosten können im Rahmen der Nebenkostenabrechnung auf die Mietparteien umgelegt werden.