Volle EEG-Umlage auch für selbst erzeugten Strom aus neuen KWK-Anlagen

Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) hat am gestrigen Nikolaustag relevante Verbände über den aktuellen Stand der beihilferechtlichen Genehmigung für die Regelungen zur Eigenstromerzeugung im EEG 2017 informiert. Dabei gab es gute und schlechte Nachrichten:

Die gute Nachricht:
Die Regelungen für Bestandsanlagen (Inbetriebnahme vor dem 1.8.2014) werden genehmigt. Der aus diesen Anlagen erzeugte und selbst verbrauchte Strom bleibt somit von der EEG-Umlage befreit.

Die schlechte Nachricht:
Für Strom aus KWK-Eigenerzeugungsanlagen, die ab dem 01.08.2014 in Betrieb genommen wurden, wird ab dem 01.01.2018 auch die volle EEG-Umlage fällig. Das BMWi wird in weiteren Verhandlungen mit der EU-Kommission versuchen, hier durch Nachbesserung der bestehenden Regelungen (Gesetzesänderungen) wieder eine Reduzierung der EEG-Umlage zu erreichen. Aufgrund der zum 31.12.2017 auslaufenden beihilferechtlichen Genehmigung wird dies jedoch nicht lückenlos umzusetzen sein. Eine Ausnahme der Regelung besteht nur für kleine Anlagen mit einer elektrischen Nennleistung <10 kW und einer Erzeugung <10 MWh/a.

Die Belastung für KWK-Anlagenbetreiber, die den erzeugten Strom selbst verbrauchen, wird somit in 2018 weiter steigen.