Smarte Wärme für die Wohnungswirtschaft: Lösungsansätze aus rechtlicher und wirtschaftlicher Sicht

E-World Kongress 07.02.2017 in Essen

Vermieter und Wohnungswirtschaftsunternehmen gelten traditionell als wenig innovativ und vorsichtig gegenüber Neuerungen in Bezug auf Geschäftsmodelle. Zum einen bewegt sich ein Vermieter in einem engen, sehr stark reglementierten Rechtsbereich, der zumeist nur wenige Chancen zulässt, Neuerungen auszuprobieren. Hinzu kommt eine sehr mieterfreundlich ausgeprägte Rechtsprechung, die schon den kleinsten rechtlichen Fehler des Vermieters mit teilweise erheblichen wirtschaftlichen Auswirkungen bestraft.

Man bleibt deswegen bei den schon seit Jahrzehnten praktizierten Modellen. Entweder erzeugt der Vermieter durch eine Heizanlage die Wärme selbst oder kauft die Wärme bei einem Dritten ein und liefert die diese dann an den Mieter weiter. In beiden der genannten Lieferszenarien ist der Vermieter verantwortlich, dem Mieter Wärme zur Verfügung zu stellen. Die Kosten sind dann jeweils im Rahmen der Betriebs- / Heizkostenabrechnung beim Mieter geltend zu machen und ggf. mit geleisteten Vorauszahlungen zu verrechnen.

Inzwischen steigen jedoch die Ansprüche und Vorstellungen der Mieter an eine moderne Wärmelieferung. Neben der immer wichtigeren Kostenreduzierung und Energieeffizienz wird auch weitergehender Komfort eingefordert. So verlangt der Mieter zum Beispiel im Rahmen der Wärmelieferung eine größere Preistransparenz. Auch eine zeitliche Steuerung oder sogar Fernsteuerbarkeit wird von vielen Mietern gewünscht. Zudem wird eine zumindest anteilige Inanspruchnahme für den Verbrauch anderer Mieter des Hauses aufgrund Regelungen der Heizkostenverordnung weitestgehend abgelehnt. Viele Mieter möchten heute nur für das zahlen, was sie auch selbst verbraucht haben.

Um den veränderten Wünschen der Mieter gerecht zu werden, wurde ein smartes Contracting-Modell entwickelt. Sowohl die rechtlichen Voraussetzungen als auch Kalkulationsbeispiele werden im Vortrag durch Herrn Rechtsanwalt Ingo Eppenstein und Herrn Andreas Böhl erläutert bzw. vorgestellt.

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