EEG Härtefall: Entwurf der Durchschnittsstrompreisverordnung (DSPV)

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat den Entwurf der Durchschnittspreisverordnung (DSPV) vorgelegt. Diese bildet zukünftig die Basis für die Ermittlung der maßgeblichen Stromkosten im Rahmen des Antragsverfahrens zur Besonderen Ausgleichsregelung (EEG Härtefall).

Waren bisher die tatsächlich im Unternehmen entstandenen Kosten maßgeblich, ermitteln sich ab dem kommenden Antragsverfahren (Antragsfrist 30.06.2016) die Stromkosten durch Multiplikation der Stromverbrauchsmengen mit einem Durchschnittsstrompreis. In einer Matrix nach Stromverbrauchsmenge einerseits und Vollbenutzungsstunden andererseits werden durch das BAFA jährlich 64 verschiedene Durchschnittspreise zu ermitteln sein. Die Durchschnittspreise für das diesjährige Antragsverfahren sollen vom BAFA bis zum 29.02.2016 veröffentlicht werden. Ermittelt werden diese auf der Datenbasis des letztjährigen Antragsverfahrens. Um dem BAFA die Datenbasis für die Ermittlung zukünftiger Durchschnittspreise zu geben, werden die Unternehmen auch zukünftig im Antragsverfahren Angaben zu sämtlichen Bestandteilen der tatsächlichen Strombezugskosten und den Vollbenutzungsstunden machen müssen. 

Die ursprünglich als Vereinfachung gedachte Umstellung auf Durchschnittspreise führt damit für die Unternehmen zu keiner wesentlichen Erleichterung. Im Gegenteil steigt die Komplexität des Antragsverfahrens noch weiter an. Oder frei nach Woody Allen: 'Nichts macht das Leben so kompliziert wie der Versuch, es zu vereinfachen'. 

Den Verordnungsentwurf finden Sie hier. MPW ist auf die neuen Anforderungen vorbereitet und unterstützt Sie gerne umfassend bei der Antragstellung - ab 2016 sogar zusätzlich mit dem Angebot einer freiwilligen Jahresabschlussprüfung. Übrigens: Auch für das Antragsjahr 2015 haben alle Unternehmen, denen wir das prognostiziert hatten, einen positiven Begrenzungsbescheid erhalten. All unseren geplagten Antragstellern: Herzlichen Glückwunsch! Auf ein Neues!