Aktuelles

Marktstammdatenregister erst ab 4.12.2018 online!

Ende vergangener Woche hat die Bundesnetzagentur mitgeteilt, dass die Online-Plattform zur Erfüllung der Anforderungen der Marktstammdatenregister-Verordnung erst Ende diesen Jahres verfügbar sein wird.

Der ursprüngliche Starttermin, der bereits nach Inkrafttreten der Verordnung für Herbst 2017 angekündigt war, wurde bereits in 2017 immer wieder - zuletzt auf Sommer 2018 - verschoben. Unabhängig von der Verfügbarkeit der Online-Plattform bestehen Registrierungspflichten insbesondere EEG- oder KWK-Anlagen, für die jedoch bereits die von der BNetzA zur Verfügung gestellte Formulare (im PDF-Format) zu verwenden sind.

Eine fristgerechte Registrierung ist Voraussetzung für die Inanspruchnahme von Vorteilen, so dass bspw. auch die Hauptzollämter bei der Anmeldung neuer Anlagen den Nachweis der Anmeldung fordern. Viele der übrigen Pflichten von Marktakteuren und Einheiten bestehen hingegen erst ab Verfügbarkeit der Online-Plattform. Mit der Verzögerung wird jedoch auch die Frist für die Registrierung von Bestandsanlagen bzw. der Überprüfung von übernommenen Daten aus anderen Registern knapp, die bis Mitte 2019 abgeschlossen sein soll.

Gern unterstützen wir Sie bei der Erfüllung Ihrer Pflichten nach der MastRV - sprechen Sie uns an

MPW Fristenkalender 2018

In diesem Fristenkalender stehen Ihnen alle energierelevanten Meldungen und Mitteilungen zum Herunterladen (ics-Datei) und zum Importieren in Ihrem Kalender zur freien Verfügung.

Die Inanspruchnahme von Vergünstigungen im energierechtlichen Bereich hängt von zahlreichen Fristen für Anträge und Meldungen zusammen. Häufig wird ein Nicht-Beachten von Fristen mit Sanktionen belegt oder führt zum Verlust von Privilegierungen.

In unserem neuen Fristenkalender stehen Ihnen alle energierelevanten Meldungen und Mitteilungen zur Verfügung!

EnSTransV-Portal - verpflichtende Nutzung erst ab 2019

Seit Mai 2017 steht für die Meldungen nach der Energie- und Stromsteuerlichen Transparenzverordnung (EnSTransV) ein Onlineportal zur Verfügung, in dem die Unternehmen die Anzeigen und Meldungen einreichen können.

Nach Aussage der Generalzolldirektion wurde diese Möglichkeit für die Meldungen in 2017 von etwa 8% der meldenden Unternehmen genutzt. Hier wünscht man sich mehr Akzeptanz.

Auf Rückfrage von MPW hat die Generalzolldirektion nun mitgeteilt, dass die eigentlich für 2018 vorgesehene verpflichtende Nutzung des Portals um 1 Jahr verschoben wurde. Damit können Unternehmen auch in 2018 Ihre Meldungen noch in Papierform beim zuständigen Hauptzollamt einreichen. Eine verpflichtende Nutzung des Onlineportals wird erst für die nach dem 12.01.2019 einzureichende Meldungen zwingend.

Gern stehen Ihnen die Experten von MPW für weitere Fragen rund um die Strom- und Energiesteuer zur Verfügung. Sprechen Sie uns an.

Veröffentlichung neuer Strom- und EnergieStV und neue Antragsformulare

Wir haben bereits im Herbst 2017 über die geplanten Änderungen in den Strom- und Energiesteuer-Durchführungsverordnungen informiert. Diese sind nun in Kraft getreten und haben lediglich leichte Veränderungen im Vergleich zu den vorgestellten Entwürfen erfahren.

Von den in unserer News vom 25.10.2017 genannten Punkten wurde lediglich die Eingrenzung der Entlastung für Verlustenergie nicht in die endgültige Fassung übernommen. Die Neuerungen im Strom- und Energiesteuergesetz sowie den Durchführungsverordnungen wurden zwischenzeitlich auch in angepassten Formularvorlagen umgesetzt.

Neben den veränderten Entlastungsanträgen nach §§ 53 und 53a EnergieStG wurden auch verschiedene Vordrucke für die Beantragungen oder Anzeigen im Zusammenhang mit dem stromsteuerlichen Versorgerstatus bereitgestellt.

Gern stehen Ihnen die Experten von MPW für weitere Fragen rund um die Strom- und Energiesteuer zur Verfügung. Sprechen Sie uns an.

Vorteile bei der EEG-Umlage durch richtige Antragstellung sichern

Für stromkostenintensive Unternehmen ist es auch 2018 wichtig, die Weichen für die Begünstigung durch die Reduzierung der EEG-Umlage auch in 2019 zu stellen. Bis zum 30.06.2018 können die privilegierten Unternehmen hierfür einen Antrag beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) stellen.

Eine Veröffentlichung des Institutes der Wirtschaftsprüfer im Herbst 2017 (WPK Magazin 3/2017) hat deutlich gezeigt, wie wichtig es hierbei ist, die gesetzlichen Vorgaben und Empfehlungen aus dem jährlich aktualisierten BAFA-Merkblatt für stromkostenintensive Unternehmen zu beachten. Auch wenn die EEG-Umlage von 2017 auf 2018 leicht gesunken ist, macht sie noch immer mehr als ein Viertel der Stromkosten für Unternehmen aus.

Ein Fallbeispiel des WPK Magazins zeigt, wie wichtig eine professionelle Beratung im Vorfeld der Antragstellung für stromkostenintensive Unternehmen ist. In diesem Fall wurde bei der Vorprüfung, ob der Mandant die Voraussetzungen für die Besondere Ausgleichsregelung erfüllt, ein Rechenfehler bei der Stromkostenintensität gemacht. Durch den Fehler lag die Stromkostenintensität unter dem Grenzwert, ab dem die Begrenzung zu erreichen gewesen wäre und der Antrag hätte gestellt werden können. Dadurch entstand dem Unternehmen ein sechsstelliger Schaden.

In einem weiteren Fall wurde das beantragende Unternehmen nicht auf die materielle Ausschlussfrist hingewiesen und der Antrag daher nicht rechtzeitig gestellt. Das BAFA lehnt strikt und konsequent alle Begrenzungsanträge ab, die nicht bis zum 30. Juni eines Jahres eingereicht werden und somit die materiellen Voraussetzungen nicht erfüllen. Hierbei gibt es keine Möglichkeit zur Fristverlängerung.

Das WPK Magazin führt fort, dass in vielen Fällen ein Antrag aufgrund unvollständiger Bescheinigungen bzw. unvollständiger Anlagen zur Bescheinigung abgelehnt worden sind. Beispielsweise fehlte in einem Fall im Prüfvermerk des Wirtschaftsprüfers die elektronische Signatur, die seit dem Antragsjahr 2015 erforderlich ist. Durch diesen Fehler entstanden dem Unternehmen Zinsschäden. In einem weiteren Fall, indem alle Angaben zum Stromverbrauch an den beantragten Abnahmestellen sowie zur EEG-Umlage in der Wirtschaftsprüfer-Bescheinigung fehlten, konnte der Fehler nach Ablauf der Ausschlussfrist nicht mehr geheilt werden und der Antrag wurde abgelehnt.

Es wird deutlich, dass das BAFA die Anträge sehr gründlich prüft. Beispielsweise ist laut WPK Magazin der Fall häufig thematisiert worden, ob ein Wirtschaftsprüfer von der Prüfung aufgrund § 319 Abs. 2 HGB ausgeschlossen ist.

Quelle:https://www.wpk.de/fileadmin/documents/Magazin/WPK_Magazin_3-2017.pdf

Die Experten von MPW unterstützen Sie gern, um die Erfüllung der Voraussetzungen zu prüfen und die Antragstellung erfolgreich durchzuführen.