Aktuelles

MPW wurde als klimaneutrales Unternehmen ausgezeichnet

Für 2015 wurde MPW von der Stiftung myclimate wieder als klimaneutrales Unternehmen ausgezeichnet. MPW verfolgt eine Strategie der konsequenten Vermeidung von CO2-Emissionen.

Durch die Kompensation des nicht vermiedenen CO2-Ausstoßes werden Klimaprojekte der myclimate Stiftung in aller Welt unterstützt. MPW setzt die Strategie der CO2-Minderung weiter fort um allen Mandanten und Kunden klimaneutrale Beratungsleistungen anzubieten.

Interessiert Sie unsere Nachhaltigkeitsstrategie? Möchten Sie Anregungen für Ihre eigene Nachhaltigkeitsstrategie? Sprechen Sie mit uns über dieses wichtige Thema! 

Pariser Klima-Abkommen beeinflusst Anforderungen an Anschluss- und Benutzungszwang

Das Bundesverwaltungsgericht (BVerwG) hat mit Urteil vom 08.09.2016 (Az. 10 CN 1.15) entschieden, dass zum Zwecke des globalen Klimaschutzes nach § 16 EEWärmeG eine Kommune den Anschluss- und Benutzungszwang an eine Fernwärmeversorgung anordnen darf.

Zur Begründung dieser Entscheidung wurde auf das Pariser Klima-Abkommen vom Dezember 2015 und konkret auf Art. 2 Absatz 1 Bezug genommen, in dem die deutliche Begrenzung der globalen Erwärmung als Ziel formuliert ist. Damit kann nach Ansicht des BVerwG zukünftig auf ein - bislang übliches - Gutachten über die klimatischen Auswirkungen eines Anschlusszwangs an die Fernwärmeversorgung verzichtet werden.

Grundvoraussetzung für die Annahme eines Klima- und Ressourcenschutzes bei einem angeordneten Anschluss- und Benutzungszwangs soll jedoch sein, dass für die Fernwärmeerzeugung in einem bestimmten Mindestmaß erneuerbare Energien oder Abwärme eingesetzt wird. Auch der Einsatz von KWK-Technologie falle darunter, da hierin fossile Energie effizienter als bisher eingesetzt werde. Nur wenn die genannten Anforderungen nicht erfüllt werden, ist nach Ansicht des BVerwG noch eine konkrete Vergleichsberechnung erforderlich.

Auch wenn durch die Entscheidung der Ausbau der Fernwärme erleichtert wird, stehen dem noch immer die wachsenden Anforderungen bei energetischen Sanierungen einerseits sowie der stetig sinkende Energiebedarf zu Heizzwecken bei neuen und/oder sanierten Immobilien gegenüber. Gern entwickeln wir mit Ihnen gemeinsam neue Ideen zur (Weiter-)Entwicklung Ihres Geschäftsbereichs.

Zweites Bürokratieentlastungsgesetz in der Pipeline

Aktuelles aus der Gesetzgebung und Rechtsprechung

Die Bundesregierung hat ein Zweites Bürokratieentlastungsgesetz beschlossen, wodurch vor allem die mittelständische Wirtschaft entlastet werden soll. Wichtige Punkte werden vorgestellt.

Aufbewahrungspflichten
Lieferscheine, die keine Buchungsbelege sind, sollen nicht mehr aufbewahrungspflichtig sein. Das heißt: Bei empfangenen (abgesandten) Lieferscheinen, die keine Buchungsbelege sind, endet die Aufbewahrungsfrist mit dem Erhalt (mit dem Versand) der Rechnung.

Lohnsteueranmeldung
Die Grenze für die Abgabe der vierteljährlichen Lohnsteueranmeldung soll von 4.000 EUR auf 5.000 EUR angehoben werden. Das bedeutet, dass monatliche Lohnsteuer-Anmeldungen zukünftig erst bei mehr als 5.000 EUR vorzunehmen sind.

Kleinbetragsrechnungen

Kleinbetragsrechnungen müssen nicht die umfangreichen Angaben des Umsatzsteuerrechts enthalten, um zum Vorsteuerabzug zu berechtigen. Die bisherige Grenze soll von 150 EUR auf 200 EUR angehoben werden.

Sozialversicherungsbeiträge
Statt einer Schätzung der Beiträge zur Sozialversicherung im laufenden Monat sollen künftig die tatsächlichen Beitragswerte des Vormonats eingesetzt werden. Bisher ist diese Methode nur ausnahmsweise für Unternehmen mit besonders schwankenden Lohnsummen zulässig.

Inkrafttreten
Das Gesetz soll grundsätzlich am 1.1.2017 in Kraft treten. Ob im weiteren Gesetzgebungsverfahren noch Änderungen vorgenommen werden, bleibt vorerst abzuwarten.

Quelle | Entwurf eines Zweiten Gesetzes zur Entlastung insbesondere der mittelständischen Wirtschaft von Bürokratie vom 3.8.2016

(Quelle: IWW)

Weitere Steuertipp finden Sie hier.

Nutzungsausfallentschädigung für bewegliches Betriebsvermögen ist Betriebseinnahme

Aktuelles aus der Gesetzgebung und Rechtsprechung

Erhält der Steuerpflichtige eine Nutzungsausfallentschädigung für ein Wirtschaftsgut des Betriebsvermögens, handelt es sich selbst dann in vollem Umfang um eine Betriebseinnahme, wenn das Wirtschaftsgut auch teilweise privat genutzt wird. Dies hat aktuell der Bundesfinanzhof entschieden.

Sachverhalt
Ein Steuerpflichtiger ermittelte seine gewerblichen Einkünfte durch Einnahmen-Überschussrechnung. Zum Betriebsvermögen gehörte ein Fahrzeug, das er auch privat nutzte. Wegen eines Unfalls erhielt er von der Versicherung des Unfallverursachers eine Entschädigung für den Nutzungsausfall. Das Finanzamt behandelte diese uneingeschränkt als Betriebseinnahme. Der Steuerpflichtige machte demgegenüber geltend, dass sich der Unfall auf einer Privatfahrt ereignet habe. Er habe zudem kein Ersatzfahrzeug angemietet, stattdessen Urlaub genommen und so keine Betriebsausgaben für den Nutzungsausfall entstehen lassen. Diese Argumentation überzeugte jedoch weder das Finanzgericht Niedersachsen noch den Bundesfinanzhof.

Auch wenn bewegliche Wirtschaftsgüter gemischt genutzt werden, sind diese (ungeteilt) entweder Betriebs- oder Privatvermögen. Vereinnahmt der Steuerpflichtige im Zusammenhang mit Schäden am Wirtschaftsgut Ersatzleistungen, richtet sich die steuerliche Beurteilung nach der Zuordnung des Wirtschaftsguts. Das gilt nach Ansicht des Bundesfinanzhofs unabhängig davon, bei welcher Gelegenheit der Schaden entstanden ist.

Merke
Wie sich die Nutzungsausfallentschädigung bei einem Pkw auf den Gewinn auswirkt, hängt davon ab, wie der Privatanteil ermittelt wird:

  • Bei der Fahrtenbuchmethode erfolgt dies nur anteilig, da die Ersatzleistung die Aufwendungen für den Pkw insgesamt mindert. In diesem Fall wirkt sie sich im Ergebnis nur mit dem Anteil gewinnerhöhend aus, der der betrieblichen Nutzungsquote in dem betreffenden Gewinnermittlungszeitraum entspricht. 


  • Wird der Entnahmewert hingegen nach der Ein-Prozent-Regelung ermittelt, geht die Nutzungsausfallentschädigung in den Aufwendungen für das Fahrzeug auf. Die Tatsache, dass dem Steuerpflichtigen während des Entschädigungszeitraums kein Fahrzeug zur privaten Nutzung zur Verfügung steht, kann demgegenüber - bei einem längeren Ausfall - dazu führen, dass für diesen Zeitraum keine Privatnutzung nach der Ein-Prozent-Regelung zu berechnen ist. 


(Quelle: IWW)

Weitere Steuertipps finden Sie hier.

BGH kippt § 19 Abs.2 StromNEV-Umlage - Rückforderungen prüfen

Nach der nunmehr vorliegenden Begründung sieht der BGH keine gesetzliche Ermächtigung zur Erweiterung der Stromnetzentgeltverordnung um den Umlagemechanismus und hat daher eine partielle Nichtigkeit des § 19 Abs.2 StromNEV ausgeurteilt.

Mit seinem Beschluss vom 12.04.2016 (Az.: EnVR 25/13) erklärt der BGH wesentliche Teile der erst 2013 nach einem Urteil des OLG Düsseldorf novellierten Regelungen zu individuellen Netzentgelten für nichtig. Damit besteht für Unternehmen die Option, nach der StromNEV erhobene Aufschlag auf die Netzentgelte (sog. § 19 Abs. 2 StromNEV-Umlagen) zurückzufordern. 


Die StromNEV-Umlage wird von den Netzbetreibern erhoben, um fehlende Erlöse aufgrund individueller Netzentgelte auszugleichen. Dieser Umlagemechanismus sollte die Netzbetreiber auf Kosten aller Stromverbraucher entlasten. Folgerichtig hat der BGH keine gesetzliche Ermächtigung zur Erweiterung der Stromnetzentgeltverordnung um den Umlagemechanismus gesehen und daher eine partielle Nichtigkeit der Regelungen zum Umlagemechanismus des § 19 Abs.2 StromNEV ausgesprochen.

Von der vom BGH festgestellten Teilnichtigkeit nicht betroffen sind hingegen die bestehenden Vereinbarungen über individuelle Netzentgelte.

Gern unterstützen wir Sie bei der Prüfung, welche Auswirkungen die Entscheidung für Ihr Unternehmen hat - sprechen Sie uns an und erfahren Sie mehr ....